Villa Eugenia

Die 30er und 40er Jahre des 18. Jahrhunderts bedeuten zugleich Höhepunkt und Ende des souveränen Fürstentums Hohenzollern-Hechingen. Eng mit dieser Zeit ist die Residenz des letzten regierenden Fürstenpaares verbunden, die Villa Eugenia. Benannt ist das Gebäude nach Eugenie von Leuchtenberg. Die in Bayern aufgewachsene Stiefenkelin Napoleon Bonapartes hatte 1826 Fürst Friedrich Wilhelm Konstantin von Hohenzollern-Hechingen geheiratet. Eine Sensation in den Albdörfern des 12000 Seelen zählenden Fürstentums.

Mit dem Geld der wohlhabenden Eugenie wurde 1834 der Umbau des 1787 inmitten des Fürstengartens erbauten Lustgartenhauses vollendet. Das junge Paar konnte einziehen, blieb aber kinderlos. Die 18jährige strenggläubige Eugenie entwickelte sich zu einer sozial engagierten Fürstin. Krankenbesuche bei armen Albbauern zählten dazu ebenso wie die Gründung eines Kinderheimes.

Ihr Mann machte gleichzeitig aus der 3000 Einwohner zählenden Residenzstadt jenes "orpheische Hechingen", welches in die Geschichte eingegangen ist. Mit Thomas Täglichsbeck gewann er einen renomierten Dirigenten, hervorragende Musiker wurden engagiert, Konzerte der Komponisten Hector Berlioz und Friedrich Liszt brachten die Welt der Musik in die kleine Stadt am Albtrauf.

Die beliebte Fürstin wurde nur 39 Jahre alt und nur ein Jahr nach ihrem Tod dankte ihr Mann ab und zog mitsamt der Hofkapelle nach Schlesien um - das Fürstentum wurde an Preußen übereignet. Fürstin Eugenie liegt gemeinsam mit ihrem Mann Konstantin in einer Gruft unterhalb der Stiftskirche Hechingen begraben.

Karte

Karte

Bitte geben Sie Ihre Startadresse ein

Geben Sie bitte Ihren gewünschten Abfahrtsort ein. Sie können auch die Straße und Hausnummer mit eingeben, für eine genaue Berechnung der Strecke.