Big Bang

Der Albtraum von Asterix und Obelix, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könne, wurde vor 15 Milionen Jahren auf der Schwäbischen Alb wahr. Mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Sekunde fiel jener Meteorit vom Himmel, der das Steinheimer Becken schuf. Die Explosion war vergleichbar mit 18'000 Hiroshimabomben.

Eine Naturkatastrophe von riesigem Ausmaß, die alles Leben im Umkreis von 500 Kilometern in sekundenschnelle vernichtete und einen kreisrunden Krater von 3,5 km Durchmesser hinterließ. Beim Einschlag entstand ein gigantischer Druck und Temperaturen von einigen 10 000° C. Demzufolge verdampften der Meteorit und das umgebende Gestein beim Aufschlag, so dass ein Krater von rund 250 Metern Tiefe entstand. Schließlich bildete sich im Sprengkrater ein Süßwassersee, in dem rasch neues Leben Fuß fasste.

Berühmt sind vor allem die Sande des Steinheimer Beckens mit ihren Süßwasserschnecken, anhand derer 1859 der erste direkter Nachweis für die Darwinsche Evolutionstheorie gelang. Man fand darin aber auch Fische, Schildkröten und Säugetiere. Später verlandete der See und gab den Krater frei für die menschliche Besiedlung. Heute liegt die älblerische Kommune Steinheim am Albuch genau an jener Stelle, wo seinerzeit der Feuerball einschlug. Die Geschichte des älblerischen Big Bang ist für Besucher im dortigen Meteorkratermuseum aufbereitet.