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Juwelier erschafft Schmuckstück - Ein kleiner Löwenmensch aus Reutlingen

21. April 2021

Keine Eiszeitfigur steht so für die Schwäbische Alb wie er: Den Löwenmensch kann man sich nun auch um den Hals hängen und so immer ein Stück Alb bei sich tragen.

Löwenmensch-Schmuckfigur

Löwenmensch-Schmuckfigur.

© Schwäbische Alb Tourismus, Fotograf: Louis Schumann
Detailansicht der Löwenmensch-Schmuckfigur

Detailansicht der Löwenmensch-Schmuckfigur.

© Schwäbische Alb Tourismus, Fotograf: Louis Schumann
Löwenmensch-Eiszeitfigur im Museum Ulm

Löwenmensch-Eiszeitfigur im Museum Ulm.

© Museum Ulm

Der Löwenmensch aus dem Hohlenstein-Stadel im Lonetal ist nur 31,1 cm groß und doch eines der größten Kunstwerke der Menschheit. Ein Mischwesen aus Mensch und Höhlenlöwe, filigran und doch so mächtig. Er ist sozusagen der Ursprung der Kultur, eines der ältesten Kunstwerke, die je von Menschenhand erschaffen wurden. Der Löwenmensch, einst vor 40.000 Jahren aus einem Mammutstoßzahn geschnitzt, gehört neben der Venus vom Hohle Fels und dem kleinen Mammut aus dem Vogelherd zu den Fundstücken der sechs Höhlen im Ach- und Lonetal, die 2017 als UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ ausgezeichnet wurden.

So weit, so alt. Gefunden wurden erste Teile der Löwenmenschfigur bereits 1939, doch es dauerte noch ganze drei Jahrzehnte bis zur ersten Zusammensetzung und schließlich weitere Grabungen und Funde neuer Teilstücke, bis der Löwenmensch 2012/13 in seiner heute bekannten, nahezu vollständigen Figur zusammengesetzt war.

Nicht ganz so lange hat Stefan Lachenmann für seinen Löwenmensch gebraucht. Der Juwelier aus Reutlingen hörte im Oktober vergangenen Jahres im Rahmen eines IHK-Vortrags, den Louis Schumann, der Geschäftsführer des Schwäbische Alb Tourismus gehalten hat, vom Löwenmensch, dessen Historie und faszinierender Symbolik. Sein Sitznachbar Johannes Schwörer, Unternehmer aus Hohenstein, brachte ihn auf die Idee eines Löwenmensch-Schmuckstücks. Ähnlich dem des Marienkirchenengels und der Mutschel – Schmuckstücke Reutlinger Traditionsfiguren, die Stefan Lachenmann seit einigen Jahren zusammen mit Goldschmiedemeister Martin Fuchs in seinem Juwelierfachgeschäft herstellt und verkauft.

Nun also der Löwenmensch aus Sterlingsilber im Maßstab 1:10, er ist genau 31 Millimeter groß. Es gibt ihn als Anhänger, Anstecker oder auf einem Stück Wacholder stehend. „Dessen Vorderseite symbolisiert den Albtrauf.“ sagt Stefan Lachenmann. „Das Schnitzen dieser Holzstücke ist meine Aufgabe.“ Im kleinen wie im großen Löwenmensch zeigt sich die schöpferische Inspiration, damals wie heute.

Für den Schwäbische Alb Tourismus ist der Löwenmensch seit einiger Zeit das Symbol für die Schwäbische Alb. Er steht für alles, was diese Region ausmacht: Erfindergeist, Kreativität, Kraft, raue Schönheit und Langlebigkeit. Seit 2016 wird deshalb auch in regelmäßigen Abständen der Löwenmensch-Award an besonders herausragende touristische Projekte vergeben. Stefan Lachenmanns Schmuckstück ergänzt die Löwenmensch-Familie um ein weiteres Mitglied. Teile des Verkaufserlöses gehen an den Förderverein Eiszeitkunst und den Verein Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Der originale Löwenmensch kann im Museum Ulm besichtigt werden.

Weitere Informationen: www.schwaebischealb.de/kultur; www.lachenmann.de

Pressekontakt

Miriam Gairing, PR- und Öffentlichkeitsreferentin

Miriam Gairing

Referentin PR / Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: +49 (0) 7125 / 93 930 – 31
E-Mail: gairing@schwaebischealb.de

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