Wallfahrtskirche Maria Zell Hechingen

In der Zeit um 1700 wird Maria Zell erstmals als Wallfahrtsort erwähnt. Dies bezeugt eine auf Holz gemalte Darstellung von Maria Zell mit Gnadenbild und der teilweisen Zerstörung der Kirche im Jahre 1633.

Wallfahrtskirche Maria Zell bei Hechingen
Wallfahrtskirche Maria Zell bei Hechingen  - © Stadt Hechingen

Nach dem Wiederaufbau wurde das Kirchlein 1655 neu geweiht. Eine Erweiterung folgte etwa 100 Jahre später mit der erneuten Einweihung. In der Folgezeit fanden Wallfahrten mit Prozessionen von Boll aus statt.

Heute ist Maria Zell ein besonderer Ort der Marienverehrung. Ein Öffnungsdienst ermöglicht den Besuch der Wallfahrtskirche zu Gottesdiensten, zur inneren Einkehr und zu Führungen.

Eine Legende erzählt, die in der Bibliothek der Burg Hohenzollern ihre bildliche Darstellung gefunden hat, dass das schöne Kirchlein "Mariazell" hinunter nach Boll verlegt wurde. Über Nacht hätten es jedoch Engel wieder an seinen alten angestammten Platz zurückgetragen. Wo aber steckt der wahre Kern dieser Geschichte? Unbestritten ist, daß die Bewohner von Zell im 14. und 15. Jahrhundert ihr Dorf verließen, um sich in Boll anzusiedeln. Ihnen folgte schließlich auch der Pfarrer von Zell. Boll war also eine für die damaligen Verhältnisse schnell wachsende Gemeinde, allerdings ohne Kirche. Diesem Mangel wurde durch den Neubau der ersten St. Nikolauskirche, wahrscheinlich gegen Ende des 15. Jahrhunderts, abgeholfen. Obwohl nun "die Kirche im Dorf" war, hielten die Gläubigen an "ihrem" Maria-Zell in unverbrüchlicher Treue fest.

freier Eintritt

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