Unterer Turm

Der Untere Turm ist der einzige Überrest der ehemaligen Stadtbefestigung. Über Jahrhunderte, bis zum Bau der Neustraße 1862, musste sich der Verkehr in die Stadt über die Staig und durch dieses Nadelöhr zwängen. Wagen und Kutschen fuhren durch ein Tor, das am Turm angeschlagen war, und dessen Scharniere noch vorhanden sind

Unterer Turm in Hechingen
Unterer Turm in Hechingen - © Stadt Hechingen

"Mich hat gebaut Graf Eittelfritz von Grund bis oben an den Spitz, 1579" steht an ihm geschrieben.

Der Turm diente auch dem Strafvollzug. Die „Turmstrafe“ – verschärft bei Wasser und Brot – war in früheren Jahrhunderten eine vom Stadtgericht häufig ausgesprochene Freiheitsstrafe. Die Gefangenen beaufsichtigte der Turmwächter, der auch Durchreisende kontrollierte, die Glocke zu den vorgeschriebenen Zeiten und bei Gefahr läutete und die Tore bei Einbruch der Dunkelheit schloss.

Um 1860 sollte der Turm abgebrochen werden. Dass er heute noch steht, ist der Königlich Preußischen Regierung zu verdanken. Auf Veranlassung von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen erfolgte statt des Abbruchs die Ausbesserung der Fundamente.

Die alte Treppenanlage hinter dem Turm führt hinauf in die Oberstadt, direkt auf den Marktplatz.

freier Eintritt
frei zugänglich / immer geöffnet

Karte

Karte

Bitte geben Sie Ihre Startadresse ein

Geben Sie bitte Ihren gewünschten Abfahrtsort ein. Sie können auch die Straße und Hausnummer mit eingeben, für eine genaue Berechnung der Strecke.