Talheimer Bergkirche

Das Gotteshaus wurde erstmals im Jahr 873 urkundlich erwähnt. Es steht weithin sichtbar auf einer Bergzunge des Kirchkopfes über dem Ort. Erbaut wurde die Kirche, neben der früher ein Beguinen-Kloster stand, entsprechend den mittelalterlichen Verhältnissen als einschiffige Saalkirche, die später erweitert worden ist.

In ihr befand sich einst ein in den Jahren 1518/19 gefertigter berühmter Flügelaltar aus der Ulmer Schule des Nikolaus Weckmann. Dieser ist 1844 jedoch an das Land Württemberg verkauft worden. Er kann heute im Stuttgarter Landesmuseum als einer der kostbarsten Altäre bewundert werden.

Eine aus Lindenholz geschnitzte Mutter Gottes, zu der noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die Katholiken der Umgebung Wallfahrten durchführten, wurde 1865 verkauft und steht heute im Schlossmuseum Lichtenstein. Hinter der Kirche stand in früherer Zeit ein kleines Beginenkloster. Die dortigen Schwestern lebten nach der 3. Regel des Heiligen Franziscus, jedoch ohne Ordensgelübte. Das Kloster wurde 1331 erstmals erwähnt. Am 18.11.1610 starb die letzte Klosterfrau. Das Kloster ist daraufhin aufgelöst worden. Nach Beendigung des Erbfolgestreits und der Untersagung, die Gebäude in ein Brauhaus umzubauen, wurde das gesamte Anwesen 1766 abgebrochen. Heute erinnert nur noch der Gewandname "Klostergarten" an das frühere Kloster.

Öffnungszeiten:
Die Talheimer Bergkirche ist von April-Oktober einen Sonntag im Monat von 15.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Die Termine können Sie beim Pfarramt erfragen. Auch unter der Woche kann die Kirche besichtigt werden. Bitte nehmen Sie hierzu Kontakt mit dem Pfarramt auf.

Hinweis:
Die Talheimer Bergkirche verfügt über einen rollstuhlgerechten Zugang.

freier Eintritt

Karte

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