Stiftskirche St. Georg

An der Neckarfront ragt sie hinter den vergleichsweise kleinen, schmalen Altstadthäusern auf wie eine Beschützerin. Im Typus der schwäbischen Hallenkirche wurde sie auf Veranlassung von Graf Eberhard im Barte, dem Universitätsgründer, in der Zeit von 1470 bis 1493 als spätgotische Kirche erbaut.

Nur beim 56 m hohen Kirchturm ging das Geld aus. Trotzdem hat man von hier oben eine tolle Sicht über die Altstadt.Der steinerne Spitzhelm, in dem früher die Turmwächterwohnung eingerichtet war, erhielt 1529 den stark verkürzten Abschluss.

Im Chor standen ursprünglich die heute in den Seitenschiffen aufgestellten Chorgestühle der Stiftsherren. Herzog Ulrich, der Württemberg reformierte, bestimmte den Chor 1550 zur württembergischen Familiengrablege. Die 14 steinernen Grabmale der bis 1593 verstorbenen württembergischen Herzöge und deren Angehörigen sind dort heute zu besichtigen. Unter dem Lettner ist der Flügelaltar des Nördlinger Künstlers und Dürer-Schülers Hans Leonhard Schäufelein zu sehen.

Zur kostbarsten Ausstattung gehören die zwischen 1476 und 1480 in der Straßburger Werkstatt von Peter Hemmel von Andlau gestalteten Glasfenster. Goethe schrieb über die Scheiben: "Die Hauptfarben sind alle da, und zwar in ihrer höchsten Energie und Sattheit."
Vom Chor aus ist der Zugang zum Turm möglich, von dem sich ein Einblick in die Altstadtgassen Tübingens und ein herrlicher Ausblick in die Umgebung eröffnet

Die Stiftskirche Tübingen kann während Gottesdiensten und Konzerten nicht besichtigt werden. Chor und Turm sind im Winterhalbjahr geschlossen.

Montag 09:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 16:00
Donnerstag 09:00 - 16:00
Freitag 09:00 - 16:00
Samstag 09:00 - 16:00
Sonntag 09:00 - 16:00

Karte

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