Spital

Als umfassende Sozialfürsorge der Stadt sollten hier „Arme aufgenommen werden, Hungernde und Dürstende Speis und Trank erhalten, Reisende Unterkunft finden, Kranke besucht werden, arme Frauen bei der Geburt Fürsorge erfahren und Findelkinder aufgezogen“ werden. Das war Mitte des 13. Jahrhunderts.

Das lang gestreckte, zweigeschossige Gebäude stammt aus der Zeit des frühen 16. Jahrhunderts. Die zum Spital gehörenden Scheunen, Stallungen und Wirtschaftsgebäude wurden damals zerstört und sind durch einfach Bauten ersetzt worden.

Der heute verputzte Fachwerkbau gehörte zusammen mit dem dahinter um einen Innenhof angelegten Gebäudekomplex zum städtischen Spital, das einst von den Tübinger Pfalzgrafen um 1260/70 gegründet wurde und als ältestes in Württemberg gilt. Im Spätmittelalter wandelte es sich dagegen zur Versorgungsanstalt für wohlhabende Stadtbürger, die sich als sogenannte „Pfründner“ in die reiche städtische Institution einkauften und im Alter dort gepflegt wurden.

Heute ist im Spital das Altenzentrum "Bürgerheim" untergebracht. Die Geäudestruktur erkennt man am besten vom frei zugänglichen Innenhof.

frei zugänglich / immer geöffnet

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