Jakobuskirche Tübingen

Auch Tübingen liegt am Jakobusweg, genauer gesagt an einem Zubringerweg nach Santiago de Compostella. Hier, am stillen Jakobusplatz in Tübingens Unterstadt, finden Sie die kleine Jakobuskirche. Sie ist die älteste erhaltene Kirche Tübingens.

Jakobus selbst ist mit Mantel, Muschel, Stab und Hut im Chorraum der Kirche in einem der Schlusssteine des Kreuzgewölbes zu finden.
Ganz der einfachen Bauweise der Unterstadt entsprechend erscheint die Jakobuskirche als schlichte Kirche, dessen um 1200 entstandenes romanisches Kirchenschiff nach Osten hin spätgotisch erweitert wurde. Die Baunaht am Langhaus ist deutlich zu erkennen und an der Choraußenwand unter dem Fenster ist zu lesen: „ano dmi 1500 in dem 10 tag des brach mond [10. Juni] ist gelegt der erst stain an dissen kor.“ Die Entstehung der Jakobuskirche steht wohl in Verbindung mit dem Wallfahrtswesen zum Grab des Heiligen Jakobus.

Sie befinden sich hier mitten im alten Weingärtner- oder Gôgenviertel Tübingens, das von Goethe 1797 als "äußerst schlecht und bloß notdürftig bebaut“ beschrieben wird. Woher die Gôgen oder auch Raupen ihren Namen haben, lässt sich bis heute nicht klären. Als derber, urwüchsiger Menschenschlag findet der Tübinger Weingärtner in der Beschreibung des Oberamts Tübingen 1867 folgende Charakterisierung: „Von ausnehmend hartem, zähen Stoff leistet er in der Arbeit Außergewöhnliches und repräsentirt nahezu eine mittlere Pferdskraft, ermangelt dafür aber aller jener Gefühle, welche man unter dem Begriff Pietät zusammenfasst …"

Mehr über die Jakobuskirche und den Jakobusweg erfahren Sie auf unserer Themenführung „Auf dem Jakobsweg durch Tübingen", die Sie bei uns buchen können.

freier Eintritt
frei zugänglich / immer geöffnet

Karte

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