Holzmarkt

Der Holzmarkt ist der „kleine Bruder“ des Marktplatzes. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde hier Holz gehandelt, in früheren Zeiten war er auch der Ort des Hafenmarktes, an dem Töpfer und Kupferschmiede ihre Waren feilboten. Heute sind die Treppen der Stiftskirche beliebter Sitzplatz und Treffpunkt der Studierenden am Abend.

Den länglichen, rechtwinkligen Platz nördlich der Stiftskirche ziert der Georgsbrunnen mit der Figur des ältesten Kirchenpatrons der Stiftskirche.

Im roten Haus Nr. 5, der „Buchhandlung Heckenhauer“, lernte Hermann Hesse von 1895 bis 1898 den Beruf des Buchhändlers und wurde im Anschluss daran einige Monate als „zweiter Sortimentsgehilfe“ beschäftigt. (Mehr dazu unter "Hesse-Kabinett")

An der Mauer, die in ihrem oberen Teil wie ein Schiffsbug über die Neckargasse ragt, sind Gedenktafeln an die NS-Zeit angebracht. Es wird an die Vertreibung und Ermordung Tübinger Juden und an die Verfolgung der Sinti und Roma erinnert. Blickt man von der Ecke Neckargasse/Holzmarkt auf das runde Fenster im nördlichen Seitenschiff der Stiftskirche, ist in der Darstellung des Geräderten das Martyrium des Heiligen Georgs zu erkennen.

2018 wurden vor einem großen Kleiderfachgeschäft Stolpersteine in das Kopfsteinpflaster gesetzt. Sie erinnern an die Vertreibung und Ermordung jüdischer Mitbürger in Tübingen während der Naziherrschaft.

frei zugänglich / immer geöffnet

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