Heldenfinger Kliff

Das Heldenfinger Kliff ist ein Teil der Felsküste des tertiären Meeres vor 15 Millionen Jahren. Hier hat der lang andauernde Anprall der Wellen eine typische Hohlkehle aus dem Weißjurafels herausgemeißelt. Deswegen ist die Kliff-Linie bei Heldenfingen im Kreis Heidenheim zu Berühmtheit und wissenschaftlicher Bedeutung gelangt. Die Hohlkehle selbst sowie der Fels darunter und darüber ist mit größeren Löchern von Bohrmuscheln und kleineren von Bohrschwämmen bedeckt.

Auch der erst 1936 freigelegte schräg ansteigende felsige Meeresboden unmittelbar vor dem Kliff ist in der gleichen Weise von Bohrmuscheln und Bohrschwämmen bearbeitet worden.

Das Heldenfinger Kliff wird von Geologen als besterhaltener fossiler Strand bezeichnet.

In Gerstetten wurde ein Riffmuseum eröffnet, um interessierten Besuchern die frühere Gerstetter Korallenfauna nahe zu bringen. Es können dort viele Ausstellungsstücke bewundert werden.

Entstehung eines Kliff:

Bohrmuscheln bohren sich schon in ihrer Jugend in das Gestein und vergrößern mit dem Wachstum ihre Felshöhle gleich einem selbst gewählten Gefängnis, das sie nie mehr verlassen können. Die Bohrung erfolgt aber nicht etwa mechanisch mit der Schale oder einer Raspel, sondern chemisch, mit Hilfe eines ätzenden, Kalk lösenden Stoffes, indem sich die Muschel fortgesetzt mit ihrem Fuss, der aus der Schale herausgestreckt wird, dreht. So entstehen glatte, fast zylindrische Räume von Fingerlänge, die sich nach oben und Unten verjüngen.

Bohrschwämme sind Larven, die sich freischwimmend in irgendeiner Höhlung des Gesteins niedergelassen haben und zum Schwamm geworden sind. An den löchrig zerfressenen Felsen sieht man heute noch die Tätigkeit der Bohrmuscheln und Bohrschwämme.

freier Eintritt
frei zugänglich / immer geöffnet

Karte

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