Als die Alb Feuer spuckte

Vulkanausbrüche zählen zu den spekakulärsten Naturphänomenen. Auf der Schwäbischen Alb brachen vor ca. 18 Millionen Jahren viele Vulkane aus, die noch heute im Landschaftsbild zu erkennen sind.

Rings um Kirchheim an der Teck und Bad Urach verteilen sich auf einer Fläche von etwa 40 Kilometern Durchmesser rund 350 Vulkanschlote. Die größten sind der Jusi und das Randecker Maar. Das Magma stieg in die zerklüftete Erdkruste auf und beim Zusammentreffen mit dem Grundwasser kurz unterhalb der Erdoberfläche kam es zu gewaltigen Wasserdampfexplosionen. So entstanden riesige Sprengkessel, die sich später mit Wasser füllten und große Süßwasserseen auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb bildeten. Der bekannteste dieser ehemaligen Süßwasserseen ist das Randecker Maar. Nach seiner Verlandung hinterließ er feingeschichtete Kalke mit schön erhaltenen Fossilien-Blüten und Blättern subtropischer Pflanzen, Frösche und Salamander, ja sogar Reste von Säugetieren.

Über 6 Millionen Jahre hin waren die Vulkane auf der Schwäbischen Alb aktiv. Besonders eindrucksvoll dokumentiert das Schopflocher Torfmoor, wie ein vulkanisch entstandener Sprengkessel zu einem Süßwassersee wurde, die Verlandung einsetzte und sich schließlich ein Moor auf den wasserstauenden vulkanischen Basalten herausbildete. Es ist das einzige Hochmoor auf der sonst wasserarmen Schwäbischen Alb. Besonders eindrucksvoll dokumentiert das Schopflocher Torfmoor, wie ein vulkanisch entstandener Sprengkessel zu einem Süßwassersee wurde, die Verlandung einsetzte und sich schließlich ein Moor auf den wasserstauenden vulkanischen Basalten herausbildete. Es ist das einzige Hochmoor auf der sonst wasserarmen Schwäbischen Alb.

Auch die Thermalquellen und kohlesäurehaltigen Mineralquellen von Bad Imnau, Bad Überkingen, Bad Ditzenbach, Bad Boll, Bad Urach, Beuren und Aalen sind wahrscheinlich eine Folgeerscheinung der vulkanischen Aktivität. Im Albvorland treten die Vulkanschlote als kegelförmige Berge auf. So haben zum Beispiel die Limburg, der Turmberg, die Sulzburg bei Oberlenningen, der Spitzberg und Engelberg bei Beuren, der Georgenberg bei Reutlingen, der Metzinger Weinberg sowie der Grafenberg und einige andere einen vulkanisch entstandenen Kern. Die Schlotfüllungen dieser Berge sind verwitterungsbeständiger als die umgebenden Schichten und erheben sich deshalb als flache Kegel im Vorland der Schwäbischen Alb.