Die Elchjagd in Ellwangen

Die Gründung des Klosters und der Stadt Ellwangen geht der Sage nach auf ein Jagderlebnis zurück. Tief und dunkel war der Virngrundwald, in dem Hariolf, ein Edler aus Burgund einen riesigen Elch entdeckte, dessen Geweihenden über drei Meter stolz auseinanderstanden.

Stiftskirche St. Veit in Ellwangen Stiftskirche St. Veit in Ellwangen

Nach langer Jagd wurde der Elch schließlich erlegt und Hariolf schlief ermüdet ein. Im Traum hörte er den Schall von Glocken. Er erwachte, stand auf, bekreuzigte sich und schlief wieder ein. Als er die Glocken zum dritten Mal im Traum vernahm, fragte er einen Mann aus seinem Gefolge: „Hast Du nichts gehört? Doch, ein Aushallen von Glocken vernehme ich.“ Von diesem Zeitpunkt an entsagte Hariolf allen Freuden der Welt und wurde ein Anhänger Christi. Zusammen mit seinem Bruder, einem Bischof, errichtete er im Jahre 764 an der Stelle des Glockentraumens das Benediktinerkloster Ellwangen (heute Basilika St. Veit).

Aus dieser Sage des Elchfanges leitet sich die volkstümliche Namenserklärung für Ellwangen ab: Elch-fangen = Ellwangen. Tatsächlich gibt es bis heute keine bessere, gesicherte Ableitung.

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