Der Esel vom Hohenneuffen

Der Hohenneuffen wurde vor langer Zeit wieder mal vom Feind belagert. Da sich die Burgbewohner mit allen Mittel wehrten, blieb als letzte Möglichkeit nur das Aushungern.

Burgruine Hohenneufen im Herbst Burgruine Hohenneufen im Herbst

Nach wochenlanger Belagerung waren die Burgbewohner kurz vor dem Aufgeben. Es war alles aufgegessen, sogar Katzen und Mäuse. Am Ende stand man vor den letzten Habseligkeiten: Ein Eimer Korn und ein Esel waren noch übriggeblieben. Ein alter Knecht kam schließlich auf eine Idee: Gebt dem Esel das Korn zu fressen, Ihr werdet schon sehen.

Plötzlich ging auf die Belagerungstruppen ein feiner Bratenduft herab. Sie selbst hatten die ganze Umgebung ausgeplündert und litten ebenfalls Hunger. Und wie zum Hohn rollte von der Burg ein Ball herunter und landete vor ihnen. Unglaublich, ein Eselsmagen randvoll gefüllt mit Korn, wenn die sogar ihre Esel noch füttern können, dann verhungern wir vor ihnen. Lasst uns abziehen. Und seit dieser Zeit werden die Bürger von Neuffen liebevoll als Esel bezeichnet. Sie sind sogar stolz darauf. Aber kein Gast sollte sein Taschentuch einem Eselsohr gleich aus der Hose hängen lassen. Sonst kann es passieren, dass er von einem Neuffener Esel eine Ohrfefige bekommt.

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