Große Grotte

Die Große Grotte wurde von Neandertalern bewohnt, die hier zahlreiche Werkzeuge aus Jurahornstein, dem hier vorkommenden Feuerstein, hinterließen. Eine Speerspitze aus Knochen gehört zu den besonderen Fundstücken.

Bei den Ausgrabungen wurden in der Höhle Fundschichten entdeckt, von denen die ältesten vom Ende der letzten Warmzeit vor ca. 100.000 Jahren stammen, die jüngsten von der Mitte der letzten Eiszeit vor ca. 50.000 Jahren.

Die Gründe für die mehrfachen Aufenthalte der Neandertaler in der Großen Grotte liegen nahe: Der Ausblick über das umgebende Jagdgebiet war hervorragend. Neben Rentier, Wildpferd, Mammut und Wisent gehörte vor allem der Steinbock, der in den umliegenden Felshängen lebte, zur bevorzugten Jagdbeute der Neandertaler.

Die Große Grotte liegt unterhalb des mittelalterlichen Rusenschlosses und ist im Frühjahr und im Herbst wegen dort nistender Vögel gesperrt.

Hinweis:

Die Burgruine Rusenschloss ist derzeit in weiten Teilen gesperrt, da dringend notwendige Sanierungsarbeiten an der Burg selbst sowie am Fels anstehen. Auch Teile der darunterliegenden Kletterfelsen (Rusenwand) und der Zugang zur Großen Grotte sind gesperrt.

Anreise:

Adresse

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren
Kirchplatz 10
89143 Blaubeuren
Telefon 0 73 44 / 96 69 90
info@urmu.de
www.urmu.de