Eiszeitfunde

Die ältesten plastischen Kunstwerke und Kulturzeugnisse der Menschheit - gefunden in Höhlen der Schwäbischen Alb!

Löwenmensch

Als größte und spektakulärste Skulptur unter den weltweit ältesten figürlichen Darstellungen der Menschheit gilt er als eine der bedeutendsten Entdeckungen der Eiszeit-Archäologie.

Die rund 40.000 Jahre alte Figur aus Mammutelfenbein wurde bereits 1939 in der Stadel-Höhle im Lonetal ausgegraben. Nachdem aus verschiedenen Quellen weitere Teile hinzu gekommen waren, wurde die Statuette 1988 professionell restauriert. 2009 gelang es bei neuen Forschungen völlig überraschend, die Fundstelle der Statuette im rückwärtigen Teil der Höhle zu lokalisieren. Bei den folgenden Ausgrabungen konnten weitere wesentliche Teile des "Löwenmenschen" geborgen werden. Die neuen Fragmente wurden zusammen mit bislang nicht anpassbaren Bruchstücken aus dem Museumsbestand in einem aufwendigen Restaurierungsprojekt 2012/13 in monatelanger mühevoller Kleinarbeit an die Figur angesetzt.
Heute ist dieses Meisterwerk der altsteinzeitlichen Kunst nahezu vollständig wieder hergestellt und kann im Ulmer Museum bewundert werden.

Weitere Infos unter www.loewenmensch.de

Venus vom hohle Fels

Die Venus wurde in der Höhle „Hohle Fels“ nordöstlich von Schelklingen ausgegraben und gilt mit 40.000 Jahren als älteste Menschendarstellung der Welt. Die Figur ist 6cm groß und besteht aus Elfenbein. Heute wird sie im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren im Raum „mamma“ ausgestellt. In den letzten Jahren wurde ein Brustfragment einer möglichen zweiten Venusfigur gefunden.

Vogelherdfiguren

Gustav Riek hat im Jahr 1931 die Vogelherdhöhle nordwestlich von Niederstotzingen auf der Südseite des Lonetals vollständig ausgegraben. Dabei stieß er auf 11 Figuren aus Mammutelfenbein, die mit einem geschätzten Alter von 32.000 Jahren eines der ältesten Kunstwerke der Welt sind. Zu diesen sogenannten „Vogelherdfiguren“ gehören unter anderem ein 5cm großes Mammut und ein 4,8cm großes Pferd. Ausgestellt werden sie im Museum der Universität Tübingen.

Drei Flöten

Drei zu den ältesten bekannten Musikinstrumenten der Welt zählende Flöten wurden im Geißenklösterle, einer Höhle südwestlich von Blaubeuren, gefunden. Zwei der drei 40.000 Jahre alten Flöten sind aus Vogelknochen, eine weitere besteht aus Mammutelfenbein und hat eine Länge von 19cm. Diese Nachweise hoher kultureller Entwicklung des Menschen können im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren bewundert werden.

Anreise: