Neues Projekt: die brenz. fluss der zeit (Schwäbische Alb-Pressekonferenz, CMT 2017)

Stuttgart, 16.01.2017

Die Brenz macht Zeit zum faszinierenden Erlebnis: Zeit zum Entspannen, Zeit zum Entdecken, Nachdenken, Natur genießen. Auf 52 Kilometern zwischen dem idyllischen Ursprung in Königsbronn und der Mündung in die Donau bei Lauingen (Landkreis Dillingen) begleitet der Fluss der Zeit seine Besucher auf einer spannenden Reise, die tief in die Urzeit, die Kulturgeschichte des Menschen und in die Geschichte der Industrie reicht.

Die Brenz ist an sich schon ein kleines Wunder. Im UNESCO-Geopark Schwäbische Alb dominiert Karstgebirge, in dem das Wasser rasch in tiefen Klüften versickert. Dennoch fand es im Laufe der Jahrmillionen nicht nur einen dauerhaften Weg durch den Fels, sondern grub sich auch im Brenztal ein sanft geneigtes und beschaulich mäanderndes Flussbett.

Von ähnlicher Geduld und Beharrlichkeit waren wohl jene frühen Menschen, die vor mehr als 30.000 Jahren entlang der Lone, einem kleinen Brenz-Zufluss, damit begannen, aus Mammutelfenbein Figuren zu schnitzen. Das 2006 an der Vogelherdhöhle entdeckte Mammut und der Löwenmensch vom Hohlenstein sind heute weltbekannte Zeugnisse frühester menschlicher Kreativität.

Viele tausend Jahre später, und doch aus heutiger Sicht sehr früh, standen am Brenzursprung in Königsbronn bereits erste Anlagen zur Eisenverarbeitung. Sie legten den Grundstein für einen der ältesten Industriebetriebe der Welt, die Schwäbischen Hüttenwerke. Zahlreiche Handwerker, aber auch weltweit aktive Konzerne wie Voith nutzten später die zwar behäbige, aber auch verlässliche Kraft der Brenz.

Heute ist die Brenz vor allem ein langgestrecktes Naherholungsgebiet mit vielfältigen Reizen, ein wertvolles Schmuckstück mit klarem, kühlem Wasser und viel Natur drumherum.

An elf ausgewählten Erlebnisstationen, die in den vergangenen Jahren entlang der Brenz geschaffen worden sind, erfahren Kinder und Erwachsene spielerisch-praktisch Interessantes über den prägenden Fluss des Landkreises Heidenheim. Ob Wasserkraftnutzung oder seltene Arten – neugierige Besucher können hier ihr Wissen erweitern – oder auch einfach nur an den Wasserspielplätzen Spaß haben.

Wer sich für den Besuch an der Brenz Zeit nimmt, findet ein kleines Paradies für Wanderer und Radfahrer vor. Sorgfältig ausgewählte und gut ausgeschilderte Wege, wie der Brenz-Radweg, bringen die Vielfalt der Region näher. Wer es gemütlich mag, bleibt dabei auf den Wegen entlang der Brenz, wo viele lauschige Plätzchen zur Rast oder gar einem erfrischendes Bad im Fluss einladen. An den renaturierten Abschnitten kommt man der Natur ganz nahe und kann beispielsweise vom Ufer aus Wasservögel in ihrer „Kinderstube“ beobachten. Die sportlichen Radler oder E-Bike-Fahrer erkunden die Albhochflächen auf den Radrundtouren beiderseits der Brenz.

Zu den bekanntesten Zielen im Brenztal gehört das Eselsburger Tal bei Herbrechtingen, wo die Brenz zwischen Wäldern, schroffen Felsen, malerischen Heiden und satten Wiesen durch besonders reizvolle Landschaft fließt. Wer sich dabei entlang des Brenz-Radweges aufmerksam umsieht, entdeckt die Spuren der scheuen Biber, die sich hier dauerhaft angesiedelt haben. Faszinierende Biber-Präparate sind in der Ausstellung „Der Biberbau“ zu bewundern.

Ein ähnliches, wenn auch künstlich geschaffenes Kleinod ist der Brenzpark in Heidenheim: Auf dem Gelände der Landesgartenschau 2006 blieb ein mit viel Engagement gepflegter, rege genutzter Bürgerpark erhalten, der im Sommer viel Raum für Kultur bietet.

Noch mehr Spannendes über die Landschaft zwischen der trockenen Ostalb und dem wasserreichen Donaumoos mit seinen vielen Badeseen bietet die Umweltstation mooseum in Bächingen. Von dort führen leichte Radtouren ins Naturschutzgebiet Donaumoos und durch Auwälder mit den beliebten Beobachtungstürmen.

Für Wanderer mit sportlicheren Ambitionen bieten sich Abstecher auf dem Albschäferweg mit seinen Zeitspuren an. Auf diesem Qualitätswanderweg auf den Spuren der Wanderschäfer streift der Naturfreund geologische Sensationen wie das zeitgleich mit dem Nördlinger Ries durch einen Meteoriteneinschlag entstandene Steinheimer Becken, die Klifflinie des Molasse-Meeres bei Heldenfingen oder die Charlottenhöhle in Hürben, am Ende des höhlenreichen Lonetals.

Alle Informationen zur Brenz unter : www.die-brenz.de

Angabe für Pressebild: Die Brenz - Fluss der Zeit, Foto: LRA Heidenheim, Fotograf: Fouad Vollmer Werbeagentur
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Kontakt: 
Monika Suckut
Landratsamt Heidenheim
Freizeit und Tourismus
Felsenstraße 36
89518 Heidenheim
Tel. 07321 321 2594
E-Mail: m.suckut@landkreis-heidenheim.de
www.heidenheimer-brenzregion.de