Den Süden schmecken

Genießerregion Schwäbische Alb

Die Schwäbische Alb von Aalen bis Tuttlingen hat sich in den letzten Jahren zu einer echten Genießerregion entwickelt. Auf der gesamten Alb gibt es zwischenzeitlich überregional bedeutende Produkte, Produzenten, Gastronomen und Märkte, die Genießern aus nah und fern unverfälschte Köstlichkeiten anbieten. Albbüffel und Apfelmost, Biosphärenwurst und Albschnecken, Schwabenspätzle und Ostalb Lamm, Bierspezialitäten und Besenwirtschaften – Erzeuger auf der Schwäbischen Alb schaffen mit schwäbischem Fleiß und viel Wissen um traditionelle Herstellung aus Bewährtem neue Geschmackserlebnisse.

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Vielerorts auf der Schwäbischen Alb ist die berühmte schwäbische Küche anzutreffen. Landgasthöfe an den Fahrrad- und Wanderrouten überraschen mit typisch schwäbischen Gerichten, serviert mit herzlicher Gastfreundschaft. Wer sich beispielsweise davon überzeugen will, wie gut Linsen und Spätzle wirklich schmecken, ist auf der Schwäbischen Alb goldrichtig. Die schwäbische Spezialität wird in vielen Lokalen mit echten Alblinsen, den „Alb-Leisa" zubereitet, eine kleine, grüne, französische Linsensorte, die sich unter den Anbaubedingungen der Schwäbischen Alb gut bewährt und hervorragende Geschmacks- und Kocheigenschaften besitzt. Die dazu gehörigen Nudeln sind handgeschabt oder stammen möglicherweise vom Trochtelfinger Familienunternehmen Alb-Gold, das mehr als 150 Sorten Nudeln wie Bauernspätzle, geschabte Königsspätzle oder frische, gekühlte Schupfnudeln und Maultaschen nach altem Hausrezept herstellt.
Eine alte württembergische Sorte ist auch die Champagner Bratbirne, die heute in den kleinklimatisch begünstigten Verhältnissen auf wärmeren Böden in einigen Gemeinden entlang des Albtraufs gedeiht. Jörg Geiger in Schlat bei Göppingen hat einen Birnen-Schaumwein aus der Champagner Bratbirne kreiert, der auch anspruchsvolle Gourmets überzeugt.
 
Natur und Mensch im Einklang
Die Schwäbische Alb fasziniert mit ihren typischen Heidelandschaften. Diese bedürfen intensiver Pflege durch Hüteschafhaltung. Hierdurch wird der Traditionsberuf Schäfer gesichert. Mit den Gütesiegeln Württemberger Lamm und Ostalb Lamm wird dies nachhaltig unterstützt. Neben der Landschaftspflege und dem Naturschutz entwickelt sich Lammfleisch auf der Schwäbischen Alb zunehmend zum kulinarischen Genuss in der Gastronomie, der gezielt nachgefragt wird. Die Gäste schätzen die garantierte Herkunft und gesicherte Qualität.
Auf der östlichen Schwäbischen Alb wird die Heimat des Ostalb-Lamms erfahrbar und erlebbar. Nach einer geführten Tour mit einem der Alb-Guides Östliche Alb oder einem der weiteren Landschafts-, Gäste- und Wanderführer kann der Gast den Tag bei der Einkehr mit einer heimischen Spezialität ausklingen lassen. Diese und andere kulinarische Köstlichkeiten lassen sich auch bei der „Schlemmertour“ erradeln.
 

Echt Alb – echt gut
Unter dem Motto „echt Alb - echt gut" haben elf Lebensmittelproduzenten eine Erzeugergemeinschaft gegründet. Damit ein Produkt das „echt Alb"-Siegel tragen darf und der Hersteller damit werben kann, müssen mindestens 90 Prozent der Zutaten auf der Alb produziert werden. Auch sind für jede Branche spezielle Qualitätskriterien festgelegt, die das jeweilige „echt Alb"-Produkt zusätzlich erfüllen muss. Dazu zählen die besondere Reinheit von Mineralwasser, die lange Teigführung beim Bäcker und die lange Ruhezeit des Biers.
„echt Alb" sind bislang: Alb-Gold Teigwaren, Trochtelfingen; Becka Beck Bäckerei und Konditorei, Römerstein; Berg Brauerei, Ehingen; Burkhardt Fruchtsäfte, Laichingen; Dettinger Rosstriebkellerei; Metzgerei Failenschmid, Gächingen; Rose Biomanufaktur, Ehestetten; Romina Mineralbrunnen, Reutlingen; Schäfer Stotz, Münsingen; die Weingärtnergenossenschaft Metzingen sowie Zwiefalter Klosterbräu.

Mit gutem Gewissen genießen
Mit rund 34.000 Hektar und über zwei Millionen Obstbäumen bilden die Streuobstwiesen zwischen Alb, Neckar und Rems eine der größten zusammenhängenden Streuobstlandschaften Europas. Die klimatischen Verhältnisse des Albvorlands sind für den Obstanbau in besonderer Weise geeignet. Tausende von Tonnen Äpfel, Birnen und Zwetschgen werden von über 130 Mostereien und über 1000 Brennereien in der Region zu feinen Säften, Spirituosen und anderen Köstlichkeiten verarbeitet.
Gemütliche Einkehr mit gutem Essen und Trinken gehören auf der Alb zum Erlebnis der Landschaft - und das mit guten Gewissen: Denn wer regionale Köstlichkeiten genießt, trägt auch mit dazu bei, die einmalige Landschaft der Schwäbischen Alb dauerhaft zu erhalten.

Lebendige Bierkultur
Die Große Kreisstadt Ehingen/Donau bietet Bürgern und Gästen eine in ganz Baden-Württemberg einzigartigen Erlebniswelt für Bier. Mit der Berg Brauerei, der Brauerei Gasthof Rössle, dem Gasthof Brauerei Schwanen, der Brauerei Schwert und der Föhr Brauerei beherbergt Ehingen fünf traditionelle noch unabhängige Brauereien, die auf eine Jahrhunderte lange Unternehmensgeschichte zurückblicken. Rund um das Thema Bier hat die Stadt ein attraktives Programm für Bierfreunde zusammengestellt. So lädt das „Bierkulturbike“ zu einer fröhlichen Ausfahrt für sieben Personen, Brauseminare und Kochkurse zeigen den Einsatz des Gerstensaftes in der Küche. Unter dem Motto „Wir wandern, von einem Bier zum andern“ bietet der vom Internationalen Volkssportverband zertifizierte Bierwanderweg Kulinarisches und Kulturelles entlang des Wanderweges – und streckenweise einen sagenhaften Blick über die Donau.

Dinkel neu entdeckt
Von der Gastronomie, Bäckern und Brauern in der letzten Jahren wiederentdeckt wurde der schwäbische Alb-Dinkel. Das Getreide zeichnet sich durch seinen leicht würzigen, nussigen Geschmack aus, seine hervorragende Mischung aus Vitaminen, Mineralien, Kohlenhydraten und
Fetten macht ihn besonders wertvoll. Echte Fans des „Schwäbische Urkorns" behaupten sogar, dass Dinkel glücklich macht: Der hohe Gehalt an Aminosäuren rege im Körper die Produktion heiter stimmender Hormone an. Die Schwäbischer Alb-Dinkel GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass fast vergessene Getreide auf der Alb wieder zu kultivieren und zu vermarkten. Ob Brot von der Bäckerei Beck, Nudeln von ALB-GOLD oder Bier von der Zwiefalter Klosterbrauerei - in allen Produkten steckt in Form des Dinkels ein Stück Heimat.

Regionale Gastgeber mit Prädikat
Seit 2010 gehört zur Genießerregion Schwäbische Alb auch ein Zusammenschluss von Hoteliers und Gastronomen im und um das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Ob Lamm im Kräutermantel, Forellen aus den kristallklaren Bächen der Täler, edle Destillate von den Streuobstwiesen im Albvorland - albtypische Gerichte und hochwertige Zutaten aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb sind in den Küchen der Biosphärengastgeber selbstverständlich. Anerkannte Zertifikate, wie beispielsweise „EMAS“ oder „ServiceQualität Deutschland“ machen den hohen Standard der Biosphärengastgeber für den Besucher sichtbar. Gastgeber in ganz Baden-Württemberg, die regionale Produkte verwenden und anbieten, haben sich unter dem Motto „Schmeck den Süden“ zusammengeschlossen. Mit ihrer Löwen-Klassifizierung dokumentieren „Schmeck den Süden"-Gastronomen gegenüber Ihren Gästen, dass Sie für ihre Gerichte auch wirklich regionale Produkte höchster Qualität verwenden und fast ausschließlich heimische Weine, Säfte, Biere und Destillate auf der Getränkekarte stehen.
Naturgenuss auch bei den Übernachtungs-Gastgebern: Ein regionales Frühstück mit hofeigenen Produkten zur Einstimmung auf einen erholsamen Urlaubstag. Frische Milch, dazu ein Landei, selbstgemachte Marmelade auf einem duftenden Backhausbrot, Säfte von Streuobstwiesen: Hier kann man die Alb riechen und schmecken.
Infos: Schwäbische Alb Tourismus, Marktplatz 1, 72574 Bad Urach, Tel. 07125/948106, Fax 07125/948108, info@schwaebischealb.de, www.schwaebischealb.de.