Fördermittel für einheitliche Wanderbeschilderung auf der Alb beantragt

Kooperation zwischen dem Schwäbische Alb Tourismus e.V. und dem Schwäbischen Albverein e.V.

Der Schwäbische Albverein e.V. und der Schwäbische Alb Tourismus e.V. (SAT) arbeiten künftig noch stärker zusammen. Im Rahmen der Eröffnung des Gustav-Ströhmfeld-Weges am Sonntag, 15. September 2013, in Metzingen haben Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Schwäbischen Albvereins und Thomas Reumann, SAT-Vorsitzender und Landrat des Landkreises Reutlingen, eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben. Gleichzeitig brachten Rauchfuß und Reumann einen gemeinsamen Förderantrag an das Land Baden-Württemberg auf den Weg  und baten Ministerpräsident Winfried Kretschmann ausdrücklich um Unterstützung für diese zukunftsweisende Initiative.

Diese beinhaltet einen Zwei-Stufenplan zur Umsetzung eines neuen, modernen Beschilderungskonzeptes flächendeckend für die gesamte Schwäbische Alb. Sowohl das touristisch relevante Routen- und Rundwegenetz als auch das Grundwegenetz des Schwäbischen Albvereins sollen bis 2020 neu beschildert werden.

Im Juli wurde das neue Wanderleitsystem, das Abhilfe im oft beklagten „Schilderwald“ der Schwäbischen Alb schaffen soll, eingeweiht. In einem aufwändigen mehrjährigen Projekt wurde es unter Federführung des Gemeindeverwaltungsverbandes Donau-Heuberg in Zusammenarbeit von neun Städten und Gemeinden, der Donaubergland GmbH, der Wirtschaftsfördergesellschaft Zollernalb, dem Naturpark Obere Donau, dem Wanderbüro Sievers und dem Schwäbischen Albverein entwickelt. Weitere Gemeinden in den Landkreisen Tuttlingen, Sigmaringen und Zollernalbkreis arbeiten derzeit bereits an der Umsetzung des Konzeptes. Das Projekt wurde von der EU und dem Land Baden-Württemberg über LEADER SüdWestAlb gefördert.

„Mit dem gemeinsamen Förderantrag des Schwäbischen Albvereins und des Schwäbische Alb Tourismusverbands soll auch den Gemeinden auf der Schwäbischen Alb, die außerhalb der Förderkulissen von LEADER und Naturpark liegen, der Zugang zu Fördermitteln für die Umsetzung des Beschilderungskonzeptes  ermöglicht werden“, erklärt Thomas Reumann. Auch der am Wochenende eingeweihte Gustav-Ströhmfeld-Weg wurde bereits nach den Vorgaben des Beschilderungskonzeptes ausgeschildert.

Reumann betont auch die bedeutende Rolle, die der Schwäbische Albverein bei der Entwicklung und Umsetzung des Beschilderungskonzeptes spielt. „Ohne die Erfahrung und das Engagement der Ehrenamtlichen des Schwäbischen Albvereins ließen sich solche Infrastrukturprojekte im Wandertourismus nicht stemmen.“ Mit der nun unterschriebenen Absichtserklärung zur künftigen Zusammenarbeit von Schwäbische Alb Tourismusverband und Schwäbischem Albverein soll eine vermehrte Abstimmung und Betrachtung laufender sowie eine Initiierung neuer gemeinsamer Projekte im Bereich Infrastruktur, Qualität und Angebotsentwicklung erreicht werden.

Weitere Informationen: Schwäbische Alb Tourismus e.V., Marktplatz 1, 72574 Bad Urach, Tel.: 07125/948106, info@schwaebischealb.de, www.schwaebischealb.de

Weitere Infos zum Wege- und Beschilderungskonzept für die Schwäbische Alb:

Es handelt sich dabei um das erste Wanderleitsystem auf der Schwäbischen Alb, das sowohl die Belange und Anforderungen des modernen Wandertourismus und der Kommunen als auch die Vorgaben und Interessen der bisherigen Vereinsbeschilderung des Schwäbischen Albvereins zusammenbringt und in ein gemeinsames Konzept überführt. So werden neben dem Wegenetz des Albvereins auch die örtlichen Rundwege einbezogen. Hellgrüne Schilder signalisieren künftig den Wanderern überall auf der Schwäbischen Alb, dass sie sich auf einem solchen örtlichen Rundwanderweg befinden. Fernwanderwege und Verbindungswege bekommen etwas größere, gelbe Wegweiser, die jedoch gleich aufgebaut sind wie die der Rundwege. Die Verknüpfung des regionalen Grundwegenetzes mit den zahlreichen örtlichen Rundwegen ergibt fast unbegrenzte Kombinationsmöglichkeiten für die Auswahl von Wanderungen. Die einheitliche Material- und Farbgebung erleichtert den Wanderern ebenso die sichere Orientierung wie die vereinheitlichten Richtungsangaben und Zusatzinformationen. Das System dürfte auch ortsunkundigen Wandergästen ohne Karten oder digitale Daten stressfreie Wanderungen auf allen Wanderwegen in der Region ermöglichen.