Das Eselsburger Tal

Das unter Naturschutz und damit unter gewissen Verboten stehende Eselsburger Tal zählt zu einem der landschaftlich großartigsten Flusstäler auf der Ostalb. Die Brenz umfließt als Schlinge dem mit einem Bannwald bestockten Umlaufberg Buigen. Wacholderheiden, Felsen, Feuchtgebiete und Hangwälder sowie die Abgeschiedenheit des Tales bieten Lebensraum für eine besonders große Zahl von Pflanzen- und Tierarten.

Die etwa 7 Kilometer lange Schlinge ist im sonst eher geradlinigen Brenztal eine auffällige Erscheinung. Das war aber nicht immer so: In früheren Zeiten floss damals sehr viel mächtigere Urbrenz in mehreren solch großen Talschlingen über die Ostalb. Bei der raschen Eintiefung des Brenztals während des Pleistozäns wurden die Schlingen eine nach der anderen abgeschnitten, als letze, vor 20 000 bis 50 000 Jahren, die um Schloss-, Stett- und Kagberg bei Hermaringen. Übrig geblieben ist bis heute gerade noch die Schlinge des Eselsburger Tals, denn auch bei ihr hat die Brenz am nördlichen Ortsrand von Herbrechtingen den Durchbruch schon fast geschafft. Auch im Eselsburger Tal sind die für alle Täler im obersten Weißjura der südlichen Ostalb typischen gesteinsabhängigen Unterschiede in der Talausformung zu sehen. Wo der sehr standfeste Massenkalk ansteht, sind die Teilwände steil und mit Felsen bestückt. Im Bereich der geschichteten Kalke und Zementmergel ist das Tal breiter, die Talhänge sind durch Rutschungen abgebracht, Felsen gibt es hier nicht.

Die Sage von den Steinernen Jungfrauen

Der Sage nach lebte auf der Burg Eselsburg ein Burgfräulein, welches so hohe Ansprüche hatte, dass ihr kein Mann genügen konnte. So blieb sie ihr Leben lang allein, wurde hartherzig und fing an, alle Männer zu hassen. Selbst den beiden auf der Burg arbeitenden Mägden verbot sie jeglichen Umgang mit Männern. Die Mädchen befolgten die Anordnungen, freundeten sich aber im Laufe eines Frühlings mit einem musizierenden Fischer an, den sie beim Wasserholen am Fluss kennengelernt hatten. Ihre Herrich schöpfte Verdacht und folgte den Mägden eines Abends zum Fluss. Dort entdeckte sie die drei und schrie voller Wut: "Werdet zu Stein! Das ist die Strafe für euren Ungehorsam!" Die Mädchen erstarrten daraufhin zu den heute sichtbaren Felsen am Rande des Fischweihers. Die Burgherrin aber wurde in der folgenden Nacht vom Blitz erschlagen und die gesamte Burg brannte nieder.

Anreise:

Öffnungszeiten

frei zugänglich / immer offen

Preise

freier Eintritt