Musiker reisen zum Ursprung der Musik

Auf der Schwäbischen Alb wurden die ältesten Musikinstrumente der Welt gefunden!
Die 2017 von der UNESCO ausgezeichneten Fundhöhlen sind daher für Berufsmusiker ganz besonders inspirierende Orte.
Musiker, wie die Jungs von Culcha Candela, TheBossHoss oder die Opernsängerin Oxana Arkaeva haben sich auf eine Reise zum Ursprung der Musik begeben...

Culcha Candela am Ursprung der Musik Culcha Candela am Ursprung der Musik

...Von dem inspirierenden Erlebnis, wenn die Musiker an den Ursprungsorten der Musik sind, wurden und werden in Zusammenarbeit mit Radio 7 kurze Videos erstellt und via Social Media verbreitet, um das UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ noch bekannter zu machen. Die ersten Videos mit TheBossHoss, Culcha Candela und der Opernsängerin Oxana Arkaeva sind bereits auf Youtube online.

Viel Spaß beim Anschauen!

Zum Hintergrund:

Vor 40.000 Jahren schufen Eiszeitkünstler auf der Schwäbischen Alb in den Höhlen des Ach- und Lonetals bei Ulm die ersten figürlichen Kunstwerke und Musikinstrumente der Menschheit. Nirgendwo auf der ganzen Welt wurden bisher ältere vergleichbare Kunstgegenstände und Musikinstrumente gefunden.Im Juli 2017 verlieh die UNESCO sechs Höhlen und den umliegenden Landschafen in Ach- und Lonetal den Titel UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.

Um den Ursprung der Musik bekannter zu machen und zu würdigen, wurden im vergangenen Jahr Interviews und kleine Musik-Events mit Künstlern aus verschiedenen Musikgenres an den Höhlen Hohle Fels im Achtal und Vogelherd im Lonetal durchgeführt.

Die Musikgruppe Culcha Candela, deren Musik den Genres Reggae, Dancehall und Hip-Hop zuzuordnen ist, besuchte am 30. August 2017 den Hohle Fels nahe Schelklingen. Sasha Vollmer von der Country-Band The BossHoss war am 13. Oktober 2017 zu Gast am Vogelherd nahe Niederstotzingen. Und die ukrainische Opern-, Operetten-, und Konzertsängerin Oxana Arkaevagab am 18.12.2017 an der Vogelherdhöhle eine kleine Kostprobe ihres Soprangesangs.

Die Musiker wurden unter fachlicher Anleitung durch die Höhlenräume geführt, in denen die Ausgrabungen die sensationellen Funde ans Tageslicht brachten. Auch wurden ihnen Aufnahmen der Flötenklänge vorgespielt um sie in die Zeit vor rund 40.000 Jahren zurückzuversetzen. Unter den visuellen und akustischen Eindrücken der Welterbestätten wurden mit den Künstlern anschließend Interviews geführt. Dabei wurde im Gespräch eine Verbindung von Musik wie wir sie heute kennen und den Ursprungsorten von Musik in Ach- und Lonetal hergestellt werden.Am Ende durfte jeder Vollblutmusiker selbst Mund an eine originalgetreue Nachbildung der Gänsegeierknochen-Flöte aus dem Hohle Fels legen. Alle Künstler bestätigten, dass der Besuch am Ursprung der Musik ein erhebendes Gefühl in ihnen ausgelöst hat.

Der Hohle Fels bei Schelklingen ist ab Mai wieder für Besucher geöffnet. In den Wintermonaten ist er aufgrund des Fledermausschutzes geschlossen. Die Vogelherdhöhle kann zu den Öffnungszeiten des umliegenden Informations- und Erlebniszentrums Archäopark Vogelherd besucht werden. Die Höhlen Geißenklösterle und Sirgenstein im Achtal sowie die Höhlen Hohlenstein und Bockstein im Lonetal, welche ebenfalls Teil des UNESCO-Welterbes „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ sind, sind ganzjährig frei zugänglich.

Die Venus vom Hohle Fels sowie einige der 40.0000 Jahre alten Flöten werden im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren gezeigt. Im Archäopark Vogelherd Niederstotzingen können Besucher ein Mammut und einen Höhlenlöwen im Original sehen. Und im Museum Ulm wird der Löwenmensch präsentiert.

Weitere Informationen: www.weltkultursprung.de