Albschäferweg - 3. Etappe - Anhausen bis Gerstetten

Die Bezeichnung Kliff kennt man z.B. von Rügen, aber wo soll auf der Alb solch ein Kliff sein? Bei dieser Etappe wandern Sie am Heldenfinger Kliff entlang, es ist ein Teil der Felsküste des tertiären Meeres. Unterwegs warten auch ursprüngliche Täler wie das Kießen- oder Hungerbrunnental.  

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Durch Buchenwälder hinauf auf die Alb geht es durch das Kießental zum Heldenfinger Kliff. Ein Teil der Felsenküste - heute die Grenze zwischen der Kuppen- und Flächenalb - des tertiären Meeres vor 15 Millionen Jahren. An den löchrig zerfressenen Felsen sieht man noch immer die Tätigkeit der Bohrmuscheln und Bohrschwämme. Der Schafhof der Familie Banzhaf liegt auf dem Weg ins Hungerbrunnental. Durch das abgeschiedene Tal mit einem für die Alb typischen Hungerbrunnen gelangt man ins Gassen- und ins Säubere Tal. Auf der Hochfläche laden die Eglenseen zur Rast ein.

Ausgangspunkt dieser Etappe ist das Kloster Anhausen, das wir auf der Fahrstraße Richtung Bolheim verlassen. Nach der Querung der L1164 geht es auf einem schönen Waldpfad entlang des tiefer gelegenen Wolfstäle auf die Hochebene. Weiter geht es auf geschotterten Forstwegen, durchs Kießental und den Sillerstetter Hau. Der Weg geht in einen geteerten Feldweg über. Wir bleiben immer auf dem Weg. Achten Sie kurz vor Heldenfingen auf die Bodenmarkierungen. Nach einem abzweigenden Teerweg und einem Wiesenweg wenden wir uns nach rechts und wandern an Pferdekoppeln und Obstgärten vorbei direkt zur oberen Kante des Heldenfinger Kliff. Dort oben erfährt man an verschiedenen Stationen einiges über die Geologie der Schwäbischen Alb. Über den Felshang führen Stufen hinunter zum Klifffelsen mit den imposanten Bohrmuschellöchern. Das Heldenfinger Kliff ist einmalig in Europa. Der Mehrgenerationenspielplatz lädt zu einer Rast ein. Wir verlassen Heldenfingen über die Raiffeisenstraße und den Muschelweg. Auf dem asphaltierten Sträßchen geht es an dem Rößeweiher vorbei bis zur Landesstraße  L1164 - Vorsicht bei der Querung. Nun führt uns ein schöner Wiesenweg direkt zum Schafhof Banzhaf. Hier trifft man Schäfer Holger Banzhaf mit seinen Schafen. Weiter geht es auf dem unbefestigten Wiesenweg Richtung Hungerbrunnental. Ausgedehnte Wacholderheiden mit imposanten Baumveteranen säumen unseren Weg. Auf der Gemeindeverbindungsstraße Heldenfingen - Ballendorf gehen wir ins Tal hinunter und wenden uns unten am Parkplatz rechts. Nur wenige Meter sind es noch bis zum Hungerbrunnen, einer meist trockenen Karstquelle. Hier gut aufpassen, sonst übersieht man die Stelle. Bis zur Quelle können Sie auch einige der Skulpturen des Urwelt Mosaik Pfades bestaunen und in herrlicher Umgebung verweilen. Durch das ruhige und malerische Hungerbrunnental wandern wir weiter bis zum ehemaligen Skilift im Hirschtal. Auch hier ist besondere Vorsicht beim Überqueren der Straße geboten. Am Parkplatz bitte genau auf die Markierung achten.  Vom Parkplatz aus geht es rechts in den Wald hinein und im Wald nochmal rechts. Wir kommen auf eine Wiese neben des Landesstraße und queren das Tal. Der Markierung (weißer Schäfer auf blauem Grund) folgend gelangen wir durchs Gassental und Säuberes Tal, wieder mal vorbei an einem Skilift und imposanten Baumveteranen auf der Heide. Nachdem der Höhenrücken erreicht ist, bietet sich ein schöner Blick auf Gerstetten und den Eglensee. In Gerstetten stehen leider keine Hotels und Gasthöfe zur Verfügung. Von dort organisieren die Gastgeber in Gussenstadt oder Helfenfingen aber einen Abholservice. 

Wer ursprünglich im Karren übernachten möchte, ist beim Weilerbauer genau richtig.

Gussenstadt ( Landgasthof Hotel Hirsch oder Gästehaus Krone,  Heldenfingen ( Landgasthof Ochsen )

Zuweg: Von Herbrechtingen bis zum Etappenstart am Kloster Anhausen + 2,5 km.

Es wird gutes Schuhwerk (Wanderschuhe) empfohlen.

Der Albschäferweg besitzt einen hohen Anteil naturnaher Wegeabschnitte. Sie wandern auf Wiesenwegen und auf Waldpfaden und - wegen. Wege im Wald können sich aufgrund Forstarbeiten im schlechten Zustand befinden. Bitte achten Sie deshalb auf festes Schuhwerk.

Bitte bedenken Sie, dass nicht überall Einkehrmöglichkeiten vorhanden sind. Wir empfehlen deshalb ausreichend Getränke und ein Rucksackvesper mitzunehmen.

An sehr schwierigen Abschnitten bieten wir alternativ bequemere Wege an.

Es ist immer wieder notwendig, stärker befahrene Straßen zu überqueren. Bitte achten Sie ganz besonders aufmerksam auf den Verkehr.

Auf der A7 bis zur Anschlussstelle Niederstotzingen, über die L1079 und L1168 Richtung Dettingen und weiter auf der L1164 bis Anhausen.
Kostenfreie Parkplätze am Kloster Anhausen (Riedstraße in 89542 Herbrechtingen).

Kondition 

Technik 

Erlebnis 

Landschaft 

Schwierigkeit mittel
Strecke 18,68 km
Aufstieg 290 m
Abstieg 138 m
Dauer 4,54 h
Niedrigster Punkt 477 m
Höchster Punkt 633 m


Startpunkt der Tour:

Anhausen

Zielpunkt der Tour:

Gerstetten

Eigenschaften:

  • Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
  • Etappentour
  • aussichtsreich
  • geologische Highlights
  • faunistische Highlights
  • Einkehrmöglichkeit
  • kulturell / historisch
  • botanische Highlights

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Tourkarte als PDF
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GPS-Track

Weitere Infos

www.albschaeferweg.de

www.heidenheimer-brenzregion.de

Quelle

Landratsamt Heidenheim

Autor

Sabine Weber