Albschäferweg

Der etwa 158 Kilometer lange und  prämierter Wanderweg führt auf den Spuren der Schäfer durch typische Landschaftsräume der Schwäbischen Alb, vorbei an herausragenden Kulturschätzen und Zeugen der Erdgeschichte.

10 Etappen, Wochenendtouren oder Tagesrundtouren auf den Zeitspuren versprechen ein entspanntes Wandervergnügen.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Hinweis: Der Albschäferweg ist durchgängig mit dem Symbol eines Schäfers auf blauem Grund markiert. Orangene Wegweiser mit Angaben zum nächsten Ort und Entfernung werden nach und nach ergänzt.

Auf der Schwäbischen Alb wird die Schäferei noch als Wanderschäferei betrieben. Um die Bedeutung der Wanderschäferei für die Landschaftspflege in der Heidenheimer Brenzregion erlebbar zu machen, wurde der 158 Kilometer lange Albschäferweg eingerichtet.  Auf den Spuren der Albschäfer zwischen Giengen, Gerstetten, Heidenheim und Neresheim verläuft die Route. Der prämierte Fernwanderweg kommt an Schafhöfen, Wacholderheiden und Kalkmagerrasenwiesen vorbei. Idyllische Täler wie das Wental oder das Eselsburger Tal begeistern mit ihren einmaligen Felsformationen. Urgeschichte live gibt es in der Meteorkraterregion Steinheim und auf der Gerstetter Alb. Im Lonetal begegnet man im UNESCO-Welterbegebiet Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb drei von insgesamt sechs Höhlenfundstätten, in denen vor 40.000 Jahren Eiszeitjäger aus Mammutelfenbein Figuren wie das Mammut und den Löwenmenschen schnitzen und auf Flöten spielten und am Ende des Tals unterhalb der Charlottenhöhle einem Geologieabenteuer. Kloster Neresheim und Burg Katzenstein überragen die sanften Albhügel auf dem Härtsfeld, beides bedeutende Kulturschätze am Weg.

Etappe 1: Von Giengen nach Stetten o. Lontal - Wer kennt nicht den Teddy mit dem Knopf im Ohr? Giengen ist seine Heimat, dort startet der Albschäferweg und endet heute in Stetten ob Lontal. Unterwegs trifft man die Schäferin Ruth Häckh mit ihren Schafen und Ziegen und am Ende im Archäopark Vogelherd auf das UNESCO Welterbegebiet "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" und die Geschichte der Mammutjäger aus dem Lonetal.

Etappe 2: Von Stetten o. Lontal nach Anhausen - Zwei Dinge sind ein Muss auf dieser Etappe – der Besuch der Charlottenhöhle und ihrem Erlebniszentrum sowie eine Rast an der Aussichtskanzel auf der Domäne Falkenstein mit Blick auf die renaturierte Brenz im Eselsburger Tal.

Etappe 3: Von Anhausen nach Gerstetten - Die Bezeichnung Kliff kennt man z.B. von Rügen, aber wo soll auf der Alb solch ein Kliff sein? Bei dieser Etappe wandern Sie am Heldenfinger Kliff entlang, es ist ein Teil der Felsküste des tertiären Meeres. Unterwegs warten auch ursprüngliche Täler wie das Kießen- oder Hungerbrunnental.

Etappe 4: Von Gerstetten bis Steinheim - Erdgeschichte live! Von allen Meteoritenkratern ist das Steinheimer Becken der am besten erhaltene Krater Süddeutschlands und auch Natur live ist garantiert. Große Heideflächen und bunte Mischwäldern erfreuen das Auge.

Etappe 5: Von Steinheim bis Zang - Warum der Weg „Albschäferweg“ heißt, werden Sie am Schafhof in Steinheim bestätigt bekommen. Hier sind über 600 Merinoschafe zu Hause. Im Wental stehen dreißig bizarre Dolomitkalkfelsen - auch Felsenmeer genannt – unglaublich aber wahr.

Etappe 6: Von Zang bis Heidenheim - Von der Skisprungschanze zum See,  von der Ostalbhöhe ins Brenztal  - Abwechslung ist garantiert. In der Kneippanlage an der Hammerschmiede im frischen Quellwasser der Brenz eine Runde Wassertreten macht müde Wanderwaden wieder munter. Unbedingt eine Pause am Itzelberger See einlegen.

Etappe 7: Von Heidenheim bis Nattheim - Wahrzeichen von Heidenheim ist Schloss Hellenstein. Wanderzeichen ist  wieder der Albschäfer. Eigentlich müsste diese Etappe Albschäferinnenweg heißen.  Karin Wiedenmann aus Nattheim beweist, dass ein guter Schäfer auch eine Frau sein kann. 

Etappe 8: Von Nattheim bis Neresheim - Rucksack auf und los, durch Wälder und das Härtsfeld geht es zum weltbekannten Kloster Neresheim. Schweres Gepäck hatten die Nattheimer 1775 dabei:  die Kalksteinplatten für den Bodenbelag der Abteikirche wurden  in Nattheim gehauen und nach Neresheim gebracht.

Etappe 9: Von Neresheim bis Ballmertshofen - Hoch oben auf einem Felssporn thront Burg Katzenstein. Auf der Burg wurde geherrscht, gewohnt und geraubt. Unten im Tal wartet ein geruhsamer  Raststopp am Härtsfeldsee. Im Egautal kann man Biberspuren beoabschten und bekommt schon mal nasse Füße. 


Etappe 10: Von Ballmertshofen bis Giengen - Das Finale – noch einmal warten ausgedehnte Wälder, eine schöne Kapelle und herrliche Heidelandschaft. Dankbar sind alle Albschäferwegwanderer den Schafen auf jeden Fall – Sie sind die Landschaftspfleger auf der Heidenheimer Alb.

 

Eine Mehrtageswanderung auf dem Albschäferweg kann man an beliebigen Punkten starten. Auf Wegen im Albvereinsnetz kann man die Mehrtagestour abkürzen.
Wir empfehlen den Start in Giengen an der Brenz. An der Spitalkirche (Kreuzung Spitalstraße/Wasserschapfgasse) informiert eine Übersichtstafel über die Wanderwege in der Region.

Der Wegeverlauf ist mit einem Schäfer auf blauem Grund markiert. Orangene Wegweiser weisen die Richtung und geben die Entfernungen zum nächsten Ziel an. Diese Wegweiser sind mittlerweile im ganzen Landkreis Heidenheim installiert und ermöglichen auch Abkürzungen und Zuwege. Sie begegnen auch dem Symbol eines gelben Ringes. Damit wird der Verlauf der Zeitspuren und weiteren Rundwanderwegen markiert. Das Grundwegenetz des Schwäbichen Albvereins ist mit roten, gelben und blauen Rauten und Y markiert. Der HW 4 mit einem roten Balken und der HW 2 mit einem roten Dreieck. Auch diesen Zeichen begegnen Sie auf dem Albschäferweg. Lassen Sie sich durch die roten, blauen und gelben Dreiecke bitte nicht irritieren. Es handelt sich um keine Richtungspfeile für den Albschäferweg.

Der Weg führt erst Richtung Hermaringen. Dort zur Ruine Güssenburg und über den Hirschberg zur Hürbemündung und zu einem renaturierten Abschnitt an der Brenz. Über Bergenweiler und oberhalb Sontheim geht es nach Stetten.

Von Stetten aus wandert man auf dem Südrandweg des Schwäbischen Albvereins (HW 2 - mit rotem Dreieck markiert)) oberhalb des Lonetals und der Charlottenhöhle zur Domäne Falkenstein oberhalb des Eselsburger Tals. Um das bezaubernde Naturschutzgebiet Eselsburger Tal näher kennen zu lernen, empfehlen wir einen Umweg durchs Tal, der auf der Albschäfer-Zeitspur "Eselsburger Talgang" vom Falkenstein Richtung über den Buigen nach Herbrechtingen führt.

Ansonsten bleibt man vom Falkenstein aus auf dem HW 4, der oberhalb des Tals auf einem schönen Waldpfad nach Anhausen führt. Von hier aus geht es nach Gerstetten.  Vorbei am Heldenfinger Kliff geht es ins Hungerbrunnental und durchs Gassental und Säuberes Tal nach Gerstetten.

Über Küpfendorf gelangt man ins Stubental und wandert auf dem Rand des Meteorkraters in Steinheim bis ins Wental.

Durch die bizarre Felsenlandschaft des Wentals erreicht man die Rodungsinsel Zang und gelangt über die Waldsiedlung Königsbronn zum Herwartstein. Hinunter geht es zum Itzelberger See und anschließend wieder hinauf Richtung Heidenheim. 

Durch den Stadtteil Schnaitheim und über den Moldenberg geht es Richtung Nattheim und von dort nach Fleinheim und über Auernheim nach Neresheim. Das nächste Ziel ist die Burg Katzenstein und gleich anschließend gelangt man zum Härtsfeldsee. Nun geht es entlang der Egau über Dischingen bis nach Ballmertshofen.

Das nächste Ziel ist Zöschingen. Vorbei an den Windrädern geht es Richtung Oggenhausen und durch die Waldgebiete der Stadt Giengen durch das sogenannte Höllteich und über den Schießberg zurück zum Ausgangspunkt.

 

In den einzelnen Etappenbeschreibungen finden Sie nähere Informationen.

Es wird gutes Schuhwerk (Wanderschuhe) empfohlen.

Wochenendtouren und Tagestouren auf den angedockten Rundwanderwegen, den Albschäfer-Zeitspuren.

Der Albschäferweg besitzt einen hohen Anteil naturnaher Wegeabschnitte. Sie wandern auf Wiesenwegen und auf Waldpfaden und - wegen.Wege im Wald können sich  aufgrund Forstarbeiten im schlechten Zustand befinden. Bitte achten Sie deshalb auf festes Schuhwerk.

Bitte bedenken Sie, dass nicht überall Einkehrmöglichkeiten vorhanden sind. Wir empfehlen deshalb ausreichend Getränke und ein Rucksackvesper mitzunehmen.

An sehr schwierigen Abschnitten bieten wir alternativ bequemere Wege an.

Es ist immer wieder notwendig, stärker befahrene Straßen zu überqueren. Bitte achten Sie ganz besonders aufmerksam auf den Verkehr.

Auf der A7 bis zur Anschlussstelle Giengen/Herbrechtingen und weiter auf der B492 Richtung Giengen, anschließend über die L1179 nach Giengen.
Bahnhof Giengen (Bahnhofstr. 29, 89537 Giengen) kostenlose Parkmöglichkeiten.

Tiefgarage Schlössle (Langestraße, 89537 Giengen) kostenpflichtig.

Mit der Brenztalbahn (Deutschen Bahn) Ulm-Aalen bis zum Bahnhof Giengen an der Brenz.
Fahrplanauskünfte unter www.efa-bw.de

Kondition 

Technik 

Erlebnis 

Landschaft 

Schwierigkeit mittel
Strecke 157,33 km
Aufstieg 2062 m
Abstieg 2064 m
Dauer 42,5 h
Niedrigster Punkt 446 m
Höchster Punkt 680 m


Startpunkt der Tour:

Spitalkirche Giengen

Zielpunkt der Tour:

Spitalkirche Giengen

Eigenschaften:

  • Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
  • Etappentour
  • aussichtsreich
  • geologische Highlights
  • faunistische Highlights
  • Einkehrmöglichkeit
  • kulturell / historisch
  • botanische Highlights

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Tourkarte als PDF
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GPS-Track

Weitere Infos

www.albschaeferweg.de

wwww.heidenheimer-brenzregion.de

Quelle

Landratsamt Heidenheim

Autor

Sabine Weber

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