Albsteig (HW1) - Qualitätswanderweg über die Schwäbische Alb - Gesamtroute

Immer an der Kante lang schlängelt sich der Albsteig, auch bekannt als HW1 oder Schwäbische Alb Nordrandweg, zwischen Donauwörth und Tuttlingen großteils auf naturbelassenen Pfaden am Albtrauf, der nördlichen Steilflanke der Schwäbischen Alb. Die Erlebnisroute passiert auf über 350 Kilometern beeindruckende Landschaften, geologische Sensationen, stol­ze Burgen, Märchenschlösser und verwunschene Tropfstein­höhlen. Und immer wieder eröffnen sich den Wanderern von zahlreichen „Aussichtsbalkonen“ atemberaubende Panoramen weit über das Albvorland.

Übrigens: Der Albsteig (HW1) ist zertifizierter Qualitätsweg Wanderbares Deutschland und einer der 16 "Top Trails of Germany"!

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Der Wanderweg entlang des Nordrandes der Schwäbischen Alb, dem sogenannten "Albtrauf", zählt zu den schönsten Strecken des Landes. Für manche sogar zu den schönsten Europas.

Grandiose Panoramablicke begleiten den Wanderer während dieser Fernwanderung, denn nicht umsonst wird der Albsteig auch „Traumbalkon im Süden“ genannt.

Des Weiteren begeistert der Albsteig mit den vielen Highlights und Erlebnispunkten am Weg:
Vom Nördlinger Ries führt er vorbei an Aalen und dem Limes, über die Filsalb, durch das Biosphärengebiet Schwäbische Alb zur Burg Teck und zur Burgruine Hohenneuffen, durch Bad Urach und vorbei am Uracher Wasserfall. Es folgen weitere kulturelle und geologische Höhepunkte, wie das Märchenschloss Lichtenstein, die Nebelhöhle und der Mössinger Bergrutsch. Unvergessliche Aussichten bieten der Dreifürstenstein, der Hangende Stein, das Zeller Horn, der Böllat und der Lemberg, der mit 1015 Metern höchste Berg der Schwäbischen Alb.

 

Etappe 1 – Von Donauwörth nach Mönchsdeggingen

Gemütlich verläuft die erste Etappe des Albsteigs auf etwa 26 km. Dabei sind etwa 350 Höhenmeter zu bewältigen. Der Albsteig passiert zunächst die Orte Wörnitzstein und Harburg mit der eindrucksvoll über der Donau gelegenen Burg Harburg, dann rückt der Naturgenuss in den Vordergrund und es geht entlang von Feld-, Wald- und Wiesenwegen bis nach Mönchsdeggingen. Hier lohnt das ehemalige Kloster samt Kirche einen Besuch.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 1

 

Etappe 2 – Von Mönchsdeggingen nach Bopfingen

Waldwege und schmale Pfade wechseln sich auf der zweiten Etappe des Albsteigs auf etwa 28 km ab. Dabei wird ein Wildgehege durchquert, mit etwas Glück kann man Rehe und anderes Wild erspähen. Etappenziel ist Bopfingen, eine alte Reichsstadt mit schönem Kern und einem schon aus weiter Ferne sichtbaren Wahrzeichen, dem Zeugenberg Ipf.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 2

 

Etappe 3 – Von Bopfingen nach Aalen-Unterkochen

Auf der Etappe zwischen Bopfingen und Aalen-Unterkochen werden mit der Egerquelle und dem Kocherursprung zwei hydrologische Highlights des Albsteigs passiert. Einkehrmöglichkeiten gibt es natürlich am Etappenziel in Unterkochen oder etwa nach der Hälfte der Strecke in Hülen.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 3

 

Etappe 4 – Von Aalen-Unterkochen nach Heubach

Teils über Stock und Stein verläuft die vierte Etappe des Albsteigs auf etwa 23 km. An zahlreichen Aussichtspunkten kann man weit über die schöne Landschaft blicken. Zwei recht steile Anstiege am Anfang und auf den Rosenstein (ein zusätzlicher auf den Aussichtsturm „Aalbäumle“ ist freiwillig) machen diese Route zu einem Erlebnis für Wander-Freunde. Bei dieser Tour sind etwa 500 Höhenmeter zu bewältigen. Teilweise ist auf schmalen Pfaden Trittsicherheit erforderlich. Eine schöne Einkehrmöglichkeit bieten die Hütten am Aalbäumle oder die Waldschenke am Rosenstein.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 4

 

Etappe 5 – Von Heubach nach Gingen/Fils

Der Scheuelberg ist der erste Anstieg auf der Etappe Heubach-Weißenstein-Gingen, schon hier belohnen schöne Aussichtspunkte die Anstrengung. Weißenstein mit der Kirche und dem eindrucksvollen Schloss markiert etwa die Mitte der Strecke. Schließlich geht es auf den Albtrauf, von dem aus man zahlreiche Aussichtspunkte passiert: Der Messelstein ist sicher der beeindruckenste davon, doch auch der Rötelstein muss sich nicht verstecken.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 5

 

Etappe 6 – Von Gingen/Fils nach Bläsiberg

Bei dieser abwechslungsreichen Wandertour nach Bläsiberg bei Wiesensteig werden Täler und die Höhen des Albtraufs durchwandert, was zahlreiche herrliche Aussichtspunkte beschert. Dementsprechend sind sowohl einige An- als auch Abstiege zu bewältigen.
Teilweise sind die Pfade recht steil und es ist Trittsicherheit erforderlich, besonders bei Nässe. Zwei Hütten des Schwäbischen Albvereins bzw. der Naturfreunde liegen auf dem Weg (vorher die Öffnungszeiten erfragen!). Unweit des Etappenziels gibt es mit dem Gasthaus Bläsiberg eine Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 6

 

Etappe 7 – Von Bläsiberg nach Owen

Diese vielfältige Etappe nach Owen (gesprochen: Auen) führt hauptsächlich über dem Albtrauf. Viele schöne Aussichtspunkte, die Ruine Reußenstein, das Randecker Maar, die Anhöhe des Auchtert und die Ruine Rauber liegen auf dieser Strecke. Die Highlights der Wandertour sind sicherlich die Aussicht vom Breitenstein und die Burg Teck, die oberhalb von Owen gelegen ist. Teilweise sind die Pfade recht steil und es ist Trittsicherheit erforderlich, besonders bei Nässe. Hin und wieder führt der Weg über Asphaltstraßen. Einkehrmöglichkeiten sind wenige vorhanden (Engelhof). In Owen gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit. Es empfiehlt sich daher, im Wanderheim Burg Teck zu nächtigen, bevor es vom Trauf hinunter geht (Öffnungszeiten beachten!).

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 7

 

Etappe 8 – Von Owen nach Bad Urach

Nach dem ersten und einzigen Anstieg dieser Tour – es geht hinauf auf die Bassgeige – reiht sich ein Highlight an das nächste: Aussichtspunkte mit beeindruckender Weitsicht bereiten auf die wuchtige Burgruine Hohenneuffen vor, bei der sich eine Besichtigung lohnt. Der Blick von hier oben ist atemberaubend. Außerdem bietet sie eine schöne Einkehrmöglichkeit. Der Aussichtspunkt „Buckleter Kapf“ und die sehenswerten Höllenlöcher liegen dann zum Abschluss auf dieser Route, bevor es nach Bad Urach hinuntergeht. Das Kurstädtchen mit Thermalbad bietet eine schöne Altstadt mit viel Fachwerk und zahlreiche Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 8

 

Etappe 9 – Von Bad Urach nach Stahleck

Von der Kurstadt Bad Urach geht es hinauf zur Ruine Hohenurach, weiter zu einem beeindruckenden Wasserfall und auf ein Plateau mit wunderbaren Ausblicken. Vorbei an zwei Gestüten und einem Aussichtsturm wird schließlich über den Übersberg das Etappenziel Stahleck erreicht. Sind die Anstiege zu Beginn der Tour erst einmal geschafft, wird die Tour zu einer echten Genuss-Wanderung, die viel Abwechslung und einige Einkehrmöglichkeiten bietet.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 9

 

Etappe 10 – Von Stahleck nach Genkingen

Gleich zwei besondere Highlights warten entlang des Albtraufs auf dieser Etappe des Albsteigs: Das Schloss Lichtenstein befindet sich auf einem steilen Felsen oberhalb des Echaztals und wurde 1837-1842 nach dem Roman „Lichtenstein“ von Wilhelm Hauff erbaut. Kurz vor dem Etappenziel Genkingen geht es zur Nebelhöhle, einer 400 m langen Tropfsteinhöhle – bei Besichtigung Pulli bitte nicht vergessen! Zwischendurch gibt es großartige Ausblicke von verschiedenen Aussichtspunkten. Technisch stellt die Wanderung keine allzu großen Herausforderungen. Die Strecke geht vor allem an schönen Pfaden und Wald- bzw. Wiesenwegen entlang. Aufgrund der Länge (22 km) ist jedoch eine gute Kondition erforderlich. Von Genkingen aus ist Reutlingen in 30 Minuten mit dem Bus zu erreichen.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 10

 

Etappe 11 - Von Genkingen nach Talheim

Zu Beginn führt diese Etappe gleich auf zwei Berge hinauf: Auf dem 869 m hohen Rossberg liegt ein Wanderheim, welches im Jahr 1913 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums vom Schwäbischen Albverein errichtet wurde.In den Bau integriert ist ein Aussichtsturm. Der recht steile Aufstieg auf den 880 m hohen Bolberg wird danach mit einer überragenden Aussicht belohnt, die man ganz in Ruhe auf einer der Bänke genießen kann. Über den Riedernberg geht es hinunter ins beginnende Steinlachtal. Es wird vor allem entlang schöner Pfade und Wald- bzw. Wiesenwege gewandert.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 11

 

Etappe 12 - Von Talheim nach Jungingen

Nach Talheim geht es hinauf zum Dreifürstenstein. In vergangenen Zeiten stießen hier drei Füstentümer aufeinander: Württemberg, Hohenzollern und Fürstenberg. Der Sage nach trafen sich auf dem Berg einst die drei Fürsten zu einer Verhandlung, wobei jeder auf seinem Fürstentum sitzen konnte. Die Aussicht vom Dreifürstenstein reicht vom Raichberg mit dem hohen rot-weißen Sendeturm über die Burg Hohenzollern auf dem Zeugenberg bis zum 1005m hohen Plettenberg. Dahinter erstrecken sich die Höhen des Schwarzwaldes und die der Vogesen. Es folgen weitere Aussichtspunkte und ein steiler Abstieg hinab nach Jungingen.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 12

 

Etappe 13 - Von Jungingen nach Burgfelden

Diese Etappe führt an einigen schönen Aussichtspunkten vorbei. Dazu zählen der Hohe Berg (854m), der Kohlwinkel- und der Backofenfelsen, der Zoller Blick, Blasenberg (886m) und Heiligenkopf (893m), Irrenbergblick sowie der Böllat (921 m). Als besondere Höhepunkte dieser Wanderung gelten der Hangende Stein, das Zeller Horn und der Raichberg (956m) mit dem Wanderheim "Nägelehaus". Beim Hangenden Stein (923m) handelt es sich nicht nur um einen Aussichtspunkt, sondern um einen großen Felsklotz aus Kalksteinen des Oberjura, der sich bereits gefährlich weit vom Albtrauf abgespalten hat. Vom Zeller Horn (909m) kann man die wohl bekannteste Aussicht auf die Burg Hohenzollern genießen, die auf dem Zeugenberg thront.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 13

 

Etappe 14 - Von Burgfelden nach Gosheim

Bei diesem vierzehnten Teilabschnitt des Albsteigs handelt es sich um die "Königsetappe". Auf der knapp über 30 km langen Strecke sind ca. 1200 Höhenmeter zu überwinden. Entlang der Tour bieten sich jedoch zahlreiche Höhepunkte, die für die Anstrengungen entschädigen. Von Burgfelden führt die Route über Laufen zum Aussichtspunkt Hörnle (956m). Dann geht es über den Lochenpass, wo ein Abstecher hinauf zum Lochenstein möglich ist, auf den 1002m hohen Plettenberg. Anschließend wandert man durch Ratshausen und Deilingen auf den Oberhohenberg (1011m). Es folgen der Hochberg (1008m) und der Lembergsattel (925m), ehe der letzte Anstieg des Tages auf den Lemberg hinauf zu bewältigen ist. Dieser ist mit 1015m der höchste Berg der Schwäbischen Alb. Von dort ist es nicht mehr weit bis zu dem Etappenziel Gosheim.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 14

 

Etappe 15 - Von Gosheim nach Tuttlingen

Diese fünfzehnte und letzte Etappe des Albsteigs führt von Gosheim zunächst zum Aussichtspunkt Kehlen (1001 m), dann an der Gosheimer Kapelle vorbei zum Aussichtspunkt Himmelstein (1002 m) und von dort zum Klippeneck mit seinem Flugplatz. Anschließend geht es weiter zum Dreifaltigkeitsberg, wo sich ein Abstecher zur Dreifaltigkeitskirche anbietet. Durch Feld und Flur folgt man der Route durch die Weiler Risiberg und Russberg. Hinter Russberg führt der Weg durch den Wald, in dem ein Abstecher zur Ruine Fürstenstein möglich ist. Im weiteren Verlauf der Wanderung kommt man an der Höhle "Bettelmannskeller" vorbei, ehe es durch den Tuttlinger Stadtwald hinab nach Tuttlingen geht. Dort lässt sich die Tour in einem Café an der Donau wunderbar ausklingen.

Ausführliche Infos und Tourenbeschreibung der Etappe 15

Gute knöchelhohe Wanderschuhe, evtl. Stöcke, Wanderkarte, evtl. GPS, Brotzeit, Getränk, Regenkleidung

 Sportliche Wanderer können den Albsteig in 15 Tagesetappen schaffen. Wer es gemütlicher mag, nimmt sich 25 Tage Zeit oder kommt einfach immer wieder um sich den Albsteig nach und nach zu „erwandern“ und dabei die Vielfalt der Schwäbischen Alb zu entdecken.

Es handelt sich um eine mittelschwere Mittelgebirgswanderung, die Anstiege sind zum Teil steil und die Pfade recht schmal. Geübte Wanderer werden daher hier mehr Freude und Genuss haben als Anfänger im Wandersport. Erfahrung und Ausdauer und die entsprechende Ausrüstung sind Voraussetzung. Es empfiehlt sich, als Ergänzung zur Wanderkarte ein GPS-Gerät mitzuführen.

B2 bis Donauwörth

Bahnhofsnähe Donauwörth

Mit dem Zug nach Donauwörth

Kondition 

Technik 

Erlebnis 

Landschaft 

Schwierigkeit schwer
Strecke 357,44 km
Aufstieg 8240 m
Abstieg 7997 m
Dauer 109,10 h
Niedrigster Punkt 379 m
Höchster Punkt 1017 m


Startpunkt der Tour:

Donauwörth

Zielpunkt der Tour:

Tuttlingen

Eigenschaften:

  • Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
  • Etappentour
  • aussichtsreich
  • geologische Highlights
  • faunistische Highlights
  • Streckentour
  • Einkehrmöglichkeit
  • kulturell / historisch
  • botanische Highlights

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Weitere Infos

Schwäbische Alb Tourismus
Bismarckstraße 21
72574 Bad Urach
Tel. +49 (0) 71 25 / 93 930 - 0
info@schwaebischealb.de
www.schwaebischealb.de

Quelle

Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.

Autor

Julia Metzmann

Literatur

http://www.schwaebischealb.de/Aktiv/Wandern/Albsteig/Literatur