Albsteig (HW1) – Etappe 6 – Von Gingen/Fils nach Bläsiberg

Viele Aussichtspunkte mit schönem Blick auf die Schwäbische Alb prägen diesen Abschnitt des Albsteigs: Wasserberg, Fuchseck und der Boßler stehen neben anderen auf dem Programm. Wir sind hauptsächlich auf Pfaden und schmalen Wegen unterwegs, einige Steigungen sind recht anspruchsvoll.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Bei dieser abwechslungsreichen Wandertour nach Bläsiberg bei Wiesensteig werden Täler und die Höhen des Albtraufs durchwandert, was zahlreiche herrliche Aussichtspunkte beschert. Dementsprechend sind sowohl einige An- als auch Abstiege zu bewältigen. Teilweise sind die Pfade recht steil und es ist Trittsicherheit erforderlich, besonders bei Nässe. Zwei Hütten des Schwäbischen Albvereins bzw. der Naturfreunde liegen an unserem Weg (vorher die Öffnungszeiten erfragen!). Unweit des Etappenziels gibt es mit dem Gasthaus Bläsiberg eine Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit.
Start dieser Etappe ist am Bahnhof von Gingen/Fils. Dort folgen wir dem roten Dreieck von der Bahnhofsstraße bis in die Hauptstraße, hier überqueren wir zwei Fußgängerampeln und gehen weiter geradeaus in die Grünenbergstraße. Bei der Straßengabelung halten wir uns links parallel zum Bach und laufen durch die schöne Streuobstwiesenlandschaft etwa eine Dreiviertelstunde bergauf. Immer wieder können wir Ausblicke auf die Kaiserberge und den Albtrauf genießen. Der Weg führt nun wieder ein wenig bergab, überquert eine Landstraße und führt weiter über einen Bergrücken, auf dem für die Alb typische Wacholderheide wächst.

Kurz vor dem Rastplatz "Kohlheck Brünnele" wandern wir wieder bergan in Richtung Boßler bis zur Höhe des Albtraufs. Wir folgen der Richtung zum Wasserberghaus. Nach dem Schild "Wasserberghaus 1 km" zweigt unser Weg nach rechts ab. Kurze Zeit später erreichen wir das bewirtschaftete Haus des Schwäbischen Albvereins auf dem gleichnamigen Berg (751 m). Bis zu diesem Punkt waren wir rund zwei Stunden unterwegs und haben in dieser Zeit schon 350 Höhenmeter überwunden.

Vom Wanderparkplatz aus gehen wir auf dem Teerweg ca. 150 m hinunter und auf der anderen Seite des Taleinschnittes wieder hinauf. Zunächst handelt es sich um einen Waldweg, dann biegen wir nach rechts auf einen Fußweg ab. Wir erreichen den Aussichtspunkt Fuchseck (762 m), von dem wir wieder einen Blick auf die Kaiserberge und auf die Stadt Göppingen haben. Nach bereits 500 m sind wir bei dem Rottelstein, dem nächsten Aussichtspunkt. Er bietet eine schöne Sicht auf unsere nächsten Zwischenziele der Etappe: den Boßler, die Burg Teck und den Aichelberg. Nun geht es ca. 500 m weiter durch den Wald, dann biegen wir an den Wiesen rechts ab. Der Weg führt uns wieder in einen Wald abwärts bis zu einer Landstraße, die überquert werden muss. Nun steigen wir einen Stufenweg in den Wald hinauf zum "Sielenwang", wo wir die Hochfläche erreichen. Hier folgen wir einem Wiesenweg, der sich am Verlauf des Traufs orientiert.

Abrupt weist uns das rote Dreieck rechts wieder durch einen Wald zu einer Landstraße. Nachdem wir diese überquert haben, geht der Weg wieder bergauf. Unterwegs ist ein Abstecher zur bewirtschafteten Kornberghütte möglich. Kurz nach der Abzweigung zum Kornberg führt unsere Route rechts durch die Wiese und gleich wieder nach links als Pfad in den Wald hinein. Wir wandern über die A8 hinweg auf einen Fahrweg in Richtung Boßler, wo uns ein knackiger Anstieg von etwa 200 m Höhenmeter erwartet. Danach kommen wir an dem Naturfreundehaus und Wanderheim Boßlerhaus vorbei. Das rote Dreieck lotst uns auf den Boßler (794 m). Hier finden wir einen Gedenkstein, der an die Opfer der Flugzeugunglücke erinnert, die an diesem Berg passierten. Von dem Boßler können wir jedoch auch eine wunderschöne Sicht links auf den Schafbuckel und rechts das Randacker Maar genießen.

Wir wandern weiter auf Wald- und Wiesenwegen am Trauf entlang. So gelangen wir nach einer guten Stunde zum Wanderparkplatz Bläsiberg, der unser Etappenziel ist. (Zum Gasthaus Bläsiberg gelangt man, wenn man bei der Straße nach links abbiegt. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Neidlingen und Wiesensteig.)

Gute knöchelhohe Wanderschuhe, Stöcke, Wanderkarte, evtl. GPS, Brotzeit, Getränk, Regenkleidung, Handy
Die Anstiege erfordern eine recht gute Kondition und Trittsicherheit, besonders bei Nässe.

 

Es handelt sich um eine mittelschwere Mittelgebirgswanderung, die Anstiege sind zum Teil steil und die Pfade recht schmal. Geübte Wanderer werden daher hier mehr Freude und Genuss haben als Anfänger im Wandersport. Erfahrung und Ausdauer und die entsprechende Ausrüstung sind Voraussetzung. Es empfiehlt sich, als Ergänzung zur Wanderkarte ein GPS-Gerät mitzuführen.

 

Vor dem Start der Etappe sollten wir uns um eine Übernachtungsmöglichkeit kümmern.

B10 bis Gingen/Fils

 

In Bahnhofsnähe
Mit dem Zug nach Gingen/Fils
Freizeitkarte des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg: Blatt Nr. F 521 – Göppingen

Kondition 

Technik 

Erlebnis 

Landschaft 

Schwierigkeit schwer
Strecke 26,55 km
Aufstieg 1058 m
Abstieg 710 m
Dauer 6,38 h
Niedrigster Punkt 379 m
Höchster Punkt 795 m


Startpunkt der Tour:

Bahnhof Gingen/Fils

Eigenschaften:

  • Etappentour
  • aussichtsreich
  • geologische Highlights
  • faunistische Highlights
  • Streckentour
  • Einkehrmöglichkeit
  • kulturell / historisch

Download


Tourkarte als PDF
Google-Earth
GPS-Track

Weitere Infos

Schwäbische Alb Tourismus

Bismarckstraße 21

72574 Bad Urach

Tel. +49 (0) 71 25 / 93 930 - 0

 info@schwaebischealb.de

 www.schwaebischealb.de

 

Quelle

Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.

Autor

Julia Gebauer