Albsteig (HW1) – Etappe 4 – Von Aalen-Unterkochen nach Heubach

Bei dieser abwechslungsreichen Tour von Unterkochen nach Heubach geht es hoch hinaus: Wir erklimmen einen Aussichtsturm und den Rosenstein, auf dem wir zwei Höhlen und eine Ruine sehen können.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Teils über Stock und Stein verläuft die vierte Etappe des Albsteigs auf etwa 18 km. An zahlreichen Aussichtspunkten kann man weit über die schöne Landschaft blicken. Zwei recht steile Anstiege am Anfang und auf den Rosenstein (ein zusätzlicher auf den Aussichtsturm „Aalbäumle“ ist freiwillig) machen diese Route zu einem Erlebnis für Wander-Freunde. Bei dieser Tour sind etwa 500 Höhenmeter zu bewältigen. Teilweise ist auf den schmalen Pfaden Trittsicherheit erforderlich. Eine schöne Einkehrmöglichkeit bieten die Hütten am Aalbäumle oder die Waldschenke am Rosenstein.
Bei dem Rathaus in Unterkochen sehen wir unser Wegzeichen, das rote Dreieck. Von hier wandern wir weiter gerade aus, überqueren die Aalenerstraße und den Bahnübergang. Dann biegen wir links in die Wöhrstraße, dann folgt die Knöcklingstraße. Weiter geht es unter der B-29 hindurch und dann geradeaus den Berg hinauf. Der folgende Anstieg dauert ca. 30 Minuten und ist teilweise recht steil.

Auf der Höhe überqueren wir den Fahrweg, folgen dem roten Dreieck und biegen nach ca. 200m rechts ab. Wir erreichen so kurze Zeit später die Friedahütte (Schutzhütte) und den Aalbäumleweg, der zum gleichnamigen Aussichtsturm (Aalbäumle) führt. Die Mühe, den Turm mit seinen 123 Stufen zu erklimmen, wird mit einer grandiosen Rundumsicht belohnt. Vom Aussichtsturm gehen wir bergab und folgen dem roten Dreieck an den Kreuzungen nach links in das Wolfertstal. Im Tal angekommen treffen wir auf einen geteerten Weg, von dort aus folgen wir der Beschilderung auf dem Volkmarsberg. Oben angekommen belohnt ein Aussichtsturm, von dem man eine großartige Weitsicht hat, die Anstrengung. Weiter laufen wir auf dem Teersträßchen den Volkmarsberg hinab, wenden uns an der ersten Kreuzung mit der Mutterbuche nach rechts und  gehen bis nach Tauchenweiler. Hier können wir uns in einer am Waldrand liegenden Gaststätte mit dazugehörigen Biergarten stärken.

Danach geht es wieder in den Wald hinein. Der gut ausgebaute Weg führt uns am Waldrand entlang und wir kommen auch am Naturschutzgebiet "Weiherwiesen" vorbei, welches für die Schwäbische Alb ein untypisches Landschaftsbild mit Wiesen und Weihern zeigt. Auf dem weiterfolgenden Weg kommen wir auch an einer Wegkreuzung vorbei, wo der mit dem blauen Dreieck markierten Weg nach Essingen führt. In Essingen kann bei Bedarf eine Zwischenübernachtung eingeschoben werden. Nach etwa 45 min Gehzeit erreichen wir die Ortschaft Lauterburg, die wir auf dem Heubacher Weg wieder  verlassen und den Wanderparkplatz überqueren. Von hier aus gehen wir auf gut ausgebauten Wegen zur Ruine Rosenstein (12. Jahrhundert).

Die Ruine selbst erreichen wir über eine Brücke, die in schwindelerregender Höhe über den Halsgraben führt. Durch die Fensteröffnungen des alten Gemäuers haben wir einen schönen Blick auf unser Etappenziel Heubach und den Scheuelberg. Der Weg führt uns durch die Ruine und dann wieder vom Rosenstein hinab. Beim Abstieg nach Heubach gehen wir zunächst über einige Stufen. An der T-Kreuzung halten wir uns rechts. Hier passieren wir einen imposanten Kletterfelsen und können auch hier wieder das rote Dreieck ausmachen. Hinab geht es nun auf zahlreichen schmalen Serpentinen. Achtung bei Nässe, Rutschgefahr! An deren Ende wird der Weg wieder etwas breiter. Schließlich erreichen wir nach etwa 20 Minuten Abstieg einen breiten Asphaltweg, auf dem wir rechts hinab in den Ort gehen.

 

Alternativweg ab dem Aussichtsturm "Albbäumle":

Bei dem Aussichtsturm folgen wir dem Weg bergab. Der Albsteig (HW 1) würde nach ca. 300m nach links abbiegen. An dieser Kreuzung verlassen wir diesen Weg und folgen dem Zeichen "rote Gabel ( = liegendes y) geradeaus und erreichen alsbald die Zeppelinhütte (Schutzhütte). Wir wandern in Richtung Theußenberg und so an der Osterbuchhütte (Schutzhütte mit Grillplatz) vorbei. Während unserer weiteren Tour kommen wir zu einer Abzweigung, die zum Aussichtspunkt "Falkensturz" führt. Die Strecke dieses Abstechers ist etwas mehr als zwei Kilometer (Hin- und Rückweg) lang und mit dem Zeichen "roter offener Winkel" bezeichnet.
Unser Weg folgt weiter der "roten Gabel". Achtung: Nach der Abzweigung zum "Falkensturz" biegt der Weg etwa 300 bis 400m später abrupt nach links in den Wald - bitte unbedingt auf das Zeichen achten! Wir folgen dem Weg etwa fünf Minuten, dann verlassen wir bei der nächsten Kreuzung die rote Gabel. Unser neues Wegzeichen ist die "blaue Gabel", die uns den Weg in eine kleine Teerstraße nach rechts bergab zeigt. Nach einer Kurve weist die blaue Gabel uns auf einen Feldweg unterhalb der Wiese. Nachdem die Wiese auf der linken Seite endet, zweigt unser Weg bei dem Rastplatz nach rechts ab, um gleich darauf einem Fußpfad in den Wald zu folgen. Auf diesem schönen Weg wandern wir nun weiter bergab.

Aus dem Wald herauskommend geht es auf Wegen zwischen Wiesen entlang. In der Ferne können wir den Fernsehturm vom Rosenstein, das Remstal und den Schwäbischen Wald erkennen. Wir laufen weiter bis in den Ort Essingen. Nach dem Schützenhaus führt eine steile Straße in eine Siedlung, in der wir in die erste Querstraße links abbiegen. Nach ca. 200m, bei dem Haus Nr. 17, biegen wir rechts vorbei an einer Garage in einen Fußweg ein, der in das Ortszentrum hinunter führt. Die Kirche auf unserer linken Seite liegend verlassen wir bei der Kreuzung von der Kirchstraße in die Hauptstraße das Wegzeichen der blauen Gabel und folgen auf der Haupstraße nun dem "blauen Dreieck". Beim Gasthaus Rose überqueren wir den Bach, verlassen den Ort und folgen der Straße in Richtung Lautern.

Unsere Route zweigt bei einer Hochspannungsleitung nach links ab und in der folgenden Kurve nehmen wir den unteren Waldweg in Richtung Lautern, der ebenfalls mit dem blauen Dreieck gekennzeichnet ist. Wir wandern durch den Wald, bis wir Lautern erreichen. Vor dem ersten Haus befindet sich auf der linken Seite ein Spielplatz mit einer Grillstelle. Wir folgen der Bergstraße in den Ort hinein, überqueren bei der Haupstraße den Bach und gehen dahinter rechts, nach einigen Metern wieder links. Nun folgt der teilweise steile Anstieg (ca. 45 Minuten) auf den Rosenstein. Nach ein paar Treppenstufen geht es in Serpentinen auf einem schmalen Weg nach oben, der bei Nässe durch Laub sehr rutschig sein kann. Die Anstrengung wird durch zwei spektakuläre Höhlen belohnt: In der Höhle "Das Haus" wurden bronzezeitliche und mittelalterliche Fundstücke entdeckt und die "Große Scheuer" ist eine tunnelartige Wohnhöhle. Auch auf diesen Wegen zu den Höhlen ist Trittsicherheit erforderlich, vor allem bei Nässe. Um auf das Plateau des Rosensteins zu gelangen, sollte man als Wanderer bereits geübt sein. Oben angekommen halten wir uns rechts und gehen auf dem Rundweg weiter, bei dem wir immer wieder kurz zu Aussichtspunkten mit imposanten Blicken in die Region gehen können.

Das blaue Dreieck leitet uns von dem Rundweg herunter auf einen Schotterweg, an dem die Waldschenke (Donnerstag ist Ruhetag) liegt. Von hier weist uns ein Wegweiser und ein uns schon bekanntes rotes Dreieck den Weg zur Ruine. Nun treffen wir nämlich wieder auf den HW 1.

 

Gute knöchelhohe Wanderschuhe, Stöcke, Wanderkarte, evtl. GPS, Brotzeit, Getränk, Regenkleidung

 

 

Der Anstieg auf den Rosenstein ist bei starkem Regenwetter oder ähnlicher Witterung nicht empfehlenswert. Für diesem Fall gibt es einen am Rosenstein vorbeiführenden Weg nach Heubach.

 

Es handelt sich um eine mittelschwere Mittelgebirgswanderung, die Anstiege sind zum Teil steil und die Pfade recht schmal. Zu den Höhlen hinauf ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt. Fast muss ein wenig „gekraxelt“ werden, es gibt jedoch eine Stange zum Festhalten. Achtung: Zum Zeitpunkt der Begehung war diese Teils aus dem Fels gerissen. Geübte Wanderer werden daher hier mehr Freude und Genuss haben als Anfänger im Wandersport. Erfahrung und Ausdauer und die entsprechende Ausrüstung sind Voraussetzung. Es empfiehlt sich, als Ergänzung zur Wanderkarte ein GPS-Gerät mitzuführen.

 

B19 bis Unterkochen

 

In Unterkochen
Mit dem Zug nach Unterkochen

 

Freizeitkarten des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg Blatt Nr. F 522 – Aalen

Kondition 

Technik 

Erlebnis 

Landschaft 

Schwierigkeit schwer
Strecke 21,11 km
Aufstieg 613 m
Abstieg 593 m
Dauer 5,17 h
Niedrigster Punkt 457 m
Höchster Punkt 738 m


Startpunkt der Tour:

Rathausplatz Unterkochen

Eigenschaften:

  • Etappentour
  • aussichtsreich
  • geologische Highlights
  • Streckentour
  • Einkehrmöglichkeit
  • kulturell / historisch
  • botanische Highlights

Download

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GPS-Track

Weitere Infos

www.heubach.de

 

www.ostalbkreis.de

 

 

Schwäbische Alb Tourismus

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