Albsteig (HW1) – Etappe 14 - Von Burgfelden nach Gosheim

Diese Tour ist mit über 30 km die längste Etappe des Albsteigs. Darüber hinaus gilt es, die meisten Höhenmeter (ca. 1200m) zu überwinden. Die Wanderung führt uns von Burgfelden an einigen Aussichtspunkten vorbei über den Plettenberg und den Lemberg nach Gosheim.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Bei diesem 14. Teilabschnitt des Albsteigs handelt es sich um die "Königsetappe". Auf der knapp über 30 km langen Strecke sind ca. 1200 Höhenmeter zu überwinden. Entlang der Tour bieten sich jedoch zahlreiche Höhepunkte, die für die Anstrengungen entschädigen. Von Burgfelden führt die Route über Laufen zum Aussichtspunkt Hörnle (956m). Dann geht es über den Lochenpass, wo ein Abstecher hinauf zum Lochenstein möglich ist, auf den 1002m hohen Plettenberg. Anschließend wandert man durch Ratshausen und Deilingen auf den Oberhohenberg (1011m). Es folgen der Hochberg (1008m) und der Lembergsattel (925m), ehe der letzte Anstieg des Tages auf den Lemberg hinauf zu bewältigen ist. Dieser ist mit 1015m der höchste Berg der Schwäbischen Alb. Von dort ist es nicht mehr weit bis zu dem Etappenziel Gosheim.
Zu dieser Etappe sollten wir zeitig los wandern, denn es liegt die längste Etappe mit den höchsten Bergen der Alb und den meisten Höhenpunkten  vor uns und so können wir uns den Tag gut einteilen und alles in Ruhe genießen. Wir gehen vom Hotel Landhaus Post in Burgfelden auf der Straße "Im Gäßle" und wenden dann nach rechts in den Burgweg ab. Nachdem wir das Bürgerhaus passiert haben, gehen wir geradeaus weiter zum Ortsausgang anstatt der leichten Linkskurve zu folgen. Wir gelangen über einen Wiesenweg auf einen Pfad in den Wald. Während wir Richtung Laufen wandern, kommen wir immer wieder an schönen Aussichtspunkten vorbei. Das rote Dreieck weist uns schließlich in Laufen vom Steinbergweg unten an der Kirche nach rechts in die Balinger Straße. Nach einigen Metern biegen wir nach links in die Tieringer Straße ab, die uns wieder aus Laufen herausführt.

Bei der nächsten Abzweigung wenden wir uns nach rechts in den Wald und wandern an einem Brunnen vorbei leicht bergan durch den Wald. Bald kommen wir auf einen Pfad, der uns in einen Bannwald führt. Ein Schild erklärt uns, dass der Wald sich hier  fast vollständig selbst überlassen bleibt. In Serpentinen geht es nun aufwärts und wir kommen in das Naturschutzgebiet Hülenbuchwiesen zum Aussichtspunkt Hörnle. Hier setzen wir unseren Weg auf einem Wiesenweg fort und sehen ein paar Meter weiter einen Gedenkstein, der an die 4. Gebirgsdivision erinnern soll. Wir wandern am Trauf entlang zur Jugendherberge Lochen. Hier gehen wir über die Straße und den  Lochenpaß (936 m). Zum Lochenstein ist es nicht weit, deswegen ist der kleine Abstecher durchaus sehr lohnenswert, allein schon durch den Rundumblick oben am Gipfelkreuz. Wir kehren wieder denselben Weg zum Fuße des Lochensteins zurück und wandern auf einem breiten Weg weiter.

Wir kommen an einen Grillplatz, dort folgen wir dem roten Dreieck nach schräg rechts in Richtung Schafberg. Aufmerksamkeit ist auch bei der nächsten Wegkreuzung gefordert, hier werden wir nach rechts hinauf zum Gespaltenen Fels geleitet. Dieser Fels beweist, dass die Schwäbische Alb sich über Jahrtausende hinweg bewegt und arbeitet, sodass dadurch auch große Felsen zerrissen werden. Nach dem Gespaltenen Fels geht es etwa 2 km bergan zum Plettenberg, unser erster "Tausender" auf unserer Albsteig(HW1)-Wanderung. Auf der Höhe angekommen sehen wir den riesigen Steinbruch des Zementwerkes aus Dotternhausen. Die Route führt am Schutzzaun entlang und durch eine Unterführung queren wir die Lastenseilbahn des Werkes. Wir kommen nun an einem größeren Rastplatz mit Sitzbänken und einer Grillstelle vorbei. Durch eine Messingscheibe können wir uns bei der schönen Aussicht auch orientieren.

Vom Rastplatz aus gehen wir auf einem Schotterweg weiter zur Plettenberghütte hinab, die sonntags vom Schwäbischen Albverein bewirtschaftet wird. Das rote Dreieck leitet uns nun links an der Hütte vorbei, am Rand einer Wiese entlang zu einem Weg, der uns steil bergab nach Ratshausen führt. Im Ort gehen wir bis zur Kirche, hier biegen wir nach links in die Egertstraße ab und verlassen auf diesem Weg den Ort wieder. In das Dorf Deilingen hinauf sind es ca. 3 km, die schnell gelaufen sind. Dort halten wir uns in Richtung Oberhohenberg. Nun laufen wir auf einem Teerweg zum Wanderparkplatz hinauf, ab hier geht es auf einem Pfad im Zick-Zack zum Oberhohenberg. Mit 1011m ist dieser der zweithöchste Berg der Schwäbischen Alb. Neben der Aussicht gibt es auch die Reste der ehemaligen Burg der Hohenberger Grafen zu entdecken.

Unser Weg führt uns in eine Senke hinab, um darauf den Aufstieg des Hochbergs (1008 m) in Angriff zu nehmen. Dabei laufen wir entlang des Albtraufs und haben so unser nächstes Zwischenziel dieser Etappe, den Lemberg, immer wieder im Blick. Nachdem wir den Hochberg überwunden haben, geht es wieder hinab auf den Lembergsattel (925 m). Von diesem Punkt folgt nun der letzte Anstieg dieser Etappe auf den Lemberg, mit 1015 m der höchste Berg der Schwäbischen Alb. Hier können wir auf den Bänken eine schöne Rast im Schatten der Bäume einnehmen. Um die Aussicht von dem hohen Berg zu genießen, müssen wir allerdings die Stufen des Lembergturmes hochsteigen, da die Bäume die Sicht behindern. Für den Abstieg nehmen wir den Emil-Koch-Weg, der uns an einen Wanderparkplatz führt. Dort überqueren wir die Straße und kommen auf einem Asphaltweg nach Gosheim hinein.

 

Gute knöchelhohe Wanderschuhe, Stöcke, Wanderkarte, evtl. GPS, Brotzeit, Getränk, Regenkleidung, Handy

 

Nach der längsten Etappe des Nordrandpanoramawegs mit den meisten Höhenmetern bietet sich ein Besuch des Jurabads in Gosheim an.

 

Es handelt sich um eine mittelschwere Mittelgebirgswanderung. Geübte Wanderer werden hier mehr Freude und Genuss haben als Anfänger im Wandersport. Erfahrung und Ausdauer sowie die entsprechende Ausrüstung sind Voraussetzung. Es empfiehlt sich, als Ergänzung zur Wanderkarte ein GPS-Gerät mitzuführen.

 

B27/463 nach Balingen, in Balingen auf die Balinger Straße, weiter durch Frommern nach Dürrwangen, dort links ab nach Stockenhausen und über Zillhausen nach Burgfelden

 

Beim Hotel Landhaus Post in Burgfelden

 

Mit der Hohenzollerischen Landesbahn bis Albstadt-Ebingen, weiter mit dem Bus (Linie 45) bis Burgfelden Ortsmitte, Albstadt

 

Freizeitkarte des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg: Blatt Nr. F 526 - Sigmaringen

Kondition 

Technik 

Erlebnis 

Landschaft 

Schwierigkeit schwer
Strecke 32,50 km
Aufstieg 1421 m
Abstieg 1482 m
Dauer 11,0 h
Niedrigster Punkt 615 m
Höchster Punkt 1017 m


Startpunkt der Tour:

Hotel Landhaus Post in Burgfelden

Eigenschaften:

  • Etappentour
  • aussichtsreich
  • Streckentour
  • Einkehrmöglichkeit
  • kulturell / historisch
  • botanische Highlights

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Tourkarte als PDF
Google-Earth
GPS-Track

Weitere Infos

Gosheim

Burgfelden

 

Schwäbische Alb Tourismus
Bismarckstraße 21
72574 Bad Urach

Tel. +49 (0) 71 25 / 93 930 - 0

info@schwaebischealb.de

www.schwaebischealb.de

 

Quelle

Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.

Autor

Jana Bohlmann